Drei triftige Gründe für Knoblauch, Zwiebeln & Co

Oktober 2007 | Ernährung & Genuss

Jede Menge Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe stecken in den Lauchgewächsen. Und als ob das nicht Gründe genug wären, sie möglichst oft auf den Speiseplan zu setzen, hat ihnen Mutter Natur noch drei Inhaltsstoffe in hoher Konzentration mitgegeben, die sie zum wahren Gesundbrunnen machen. Mit Knoblauch, Zwiebel & Co kann man auf genussvolle Art und Weise nicht nur einer Erkältung vorbeugen, sondern auch Krebs.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

1. Sulfide
Sulfide sind Schwefelverbindungen, die den charakteristischen Geruch und Geschmack von Knoblauch, Lauch und Zwiebel ausmachen. Die Sulfide riechen und schmecken aber nicht nur intensiv, sie wirken sich auch auf vielfältige Art und Weise positiv auf die Gesundheit aus, sagt der Wiener Neudorfer Internist, Rheumatologe und Ernährungsmediziner Dr. Thomas Schwingenschlögl. „Wir wissen, dass die Sulfide in den Lauchgewächsen entzündungshemmend, antioxidativ und antimikrobiell wirken.“ Das hilft gegen Erkältungen und Infektionen sowie Entzündungen und kann Magen- und Darmbeschwerden lindern, manchmal sogar beseitigen. Die besonders wertvolle Schwefelverbindung Alliin kommt in besonders großer Menge in Knoblauch vor. Alliin gilt auch als idealer Blutdrucksenker, Durchblutungsförderer und beeinflusst den Blutzucker- sowie den Cholesterinspiegel positiv.

2. Polyphenole
Polyphenole sind Pflanzenstoffe, die so wie in allen Gemüsen und Obstsorten, in Obstsäften und Wein, Kaffee und Kakao, Kamillentee und grünem Tee, Nüssen, Soja und Vollkornbrot auch in den Lauchgewächsen vorkommen. Dort allerdings in hoher Konzentration. Dr. Schwingenschlögl: „So sind sie besonders wertvoll für die Körperzellen. Sie wirken so wie die Sulfide nachweislich antioxidativ und antimikrobiell und helfen daher gegen Entzündungen und Infektionen sowie vorbeugend gegen Krebs.“ Was die Polyphenole außerdem noch alles können: Sie kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen die Wirkung der Vitamine A, C, D und E. Äußerst effektiv unter den Polyphenolen sind die so genannten Flavonoide: Sie kommen in besonders großer Menge in rohen, gekochten wie auch in gerösteten Zwiebeln vor.

3. Glucosinolate
Die Glucosinolate sind zucker- und schwefelhaltige Verbindungen, die den weißgrünen Lauchstangen ihren charakteristischen, leicht bitteren Geschmack geben. Sie sind aber auch in Knoblauch und Zwiebel enthalten und wirken antioxidativ und antimikrobiell, also entzündungshemmend, sind wirkungsvoll bei Infektionen und Entzündungen und die beste Vorbeugung gegen Krebs. Außerdem stärken die Glucosinolate besonders gut das Immunsystem.
           

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