Robert Kratky

Juni 2007 | Prominente & Gesundheit

„Gesundheit ist für mich das wichtigste Gut im Leben“
 
Ö3-Radiomoderator Robert Kratky, 33, hat vor einigen Monaten einen Hörsturz erlitten und wird seither von Tinnitus geplagt. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt der „Wecker der Nation“, wie er mit dem permanenten Klingelton im Ohr umgeht, warum ihm seine Gesundheit so wichtig ist und wie er den täglichen Berufsstress bewältigt.
 
Von Mag. Sabine Stehrer


MEDIZIN populär                                                                                           
Herr Kratky, Sie hatten vor einigen Monaten einen Hörsturz und leiden seither unter Tinnitus. Wie gehen Sie mit der Krankheit um?

Robert Kratky
Das Ganze ist zwar lästig, aber ich leide nicht wirklich darunter. Ich höre ja nur auf dem rechten Ohr einen Pfeifton, der relativ leise ist, etwa so, wie er von einem Fernseher ausgeht, der auf Stand-by läuft. Damit kann ich ganz gut leben. Und da mir ein Arzt, ein Spezialist auf dem Gebiet, gesagt hat, da kann man nichts dagegen machen, außer Warten und Hoffen, dass der Tinnitus wieder aufhört, mache ich auch nichts.

Wie hat der Tinnitus angefangen?

Ich war in einem Hotelpool in Berlin schwimmen gegangen. Dabei habe ich mir eine Mittelohrentzündung geholt. Dann hatte ich einen Hörsturz, und davon ist mir der Tinnitus geblieben. Zur damaligen Zeit hatte ich auch viel Stress, was vielleicht mit eine Ursache von allem war.

Aber haben Sie den Stress nicht
jeden Tag? Der Job als Radiomoderator der Ö3-Wecker-Sendung ist ja nicht gerade ein Spaziergang …

Das stimmt! Wir hatten einmal einen Stressforscher bei uns, der hat gemessen, wie sehr wir unter Stress stehen. Das Ergebnis war, dass der Pegel ähnlich hoch ist wie bei Fluglotsen oder Formel-1-Fahrern.

Was machen Sie, um mit dem Stress klarzukommen?

Wenn ich total gestresst bin, mich aber kurzfristig und ganz schnell beruhigen muss, damit ich nicht alle um mich herum anschreie, mache ich die Augen zu, atme tief aus und ein und stelle mir dabei vor, eine ganz lange Rolltreppe hinunter zu fahren. Wenn ich dann sozusagen unten angekommen bin, ist mir schon geholfen. Diese Technik habe ich von Willi Dungl gelernt. Wenn ich mehr Zeit habe, um mich zu entspannen, fahre ich nach Kroatien oder Ägypten und gehe dort tauchen, und zwar meistens allein. Da kann ich dann in mich hineinhören, über alles nachdenken. Vieles, das mich belastet, fällt so von mir ab.

Sie sind erst 33 Jahre alt, haben aber einmal gesagt, für die Zukunft wünschen Sie sich an erster Stelle Gesundheit.

Gesundheit ist mir deshalb jetzt schon so wichtig, weil mein Vater so früh gestorben ist, mit erst 46 Jahren. Wenn ich nachrechne, und mir denke, mir könnte es genauso gehen, ist mir das zu wenig Lebenszeit. Und so bemühe ich mich eben darum, dass ich gesund lebe. Außerdem habe ich die Gesundheit, beziehungsweise die Medizin, sozusagen in der Familie, meine Schwester ist Allgemeinmedizinerin und Schulärztin in Wattens in Tirol.

Was machen Sie denn für die Erhaltung Ihrer Gesundheit?

Eigentlich zu wenig, ich bin zum Beispiel Raucher. Und ich esse auch auf ungesunde Art: In der Früh wenig, mittags mehr und abends reichlich, und dazwischen brauche ich auch noch viel Filterkaffee. Na gut, aber andererseits trinke ich viel Wasser und Milch. Außerdem verzichte ich während der Woche auf Alkohol. Was ich sonst noch für meine Gesundheit mache? Trotz des Morgenjobs, der ja wie eine Schichtarbeit ist, weil ich drei Wochen pro Monat um halb vier Uhr früh aufstehe, um ab vier den Ö3-Wecker zu moderieren, bemühe ich mich darum, dass ich genug Schlaf bekomme. So lege ich mich nachmittags meistens für ein, zwei Stunden hin. Und ewig möchte ich die Schichtarbeit auch nicht machen. Wenn mein Vertrag als Moderator des Ö3-Weckers 2010 endet, gehe ich vielleicht raus aus dem Scheinwerferlicht und arbeite im Hintergrund. Im Medienbereich bleibe ich aber sicher, weil der fasziniert mich, seit ich 16 bin.

Beziehungstauglich ist Ihr Job wohl nicht gerade …

Doch, doch, meine Freundin und ich führen eine Wochenendbeziehung. So hat sie während der Woche Zeit für sich und ihr Kunstgeschichte-Studium und braucht mich nicht zu ertragen. Und ich bin auch glücklich damit.

Ausgabe 06/2007

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