Dorian Steidl

Februar 2009 | Prominente & Gesundheit

„Ich habe einen Vertrag mit meinem inneren Schweinehund“
 
Er war Printjournalist, Pressefotograf, Comedy-Autor, spielte in den ORF-Serien „Medicopter 117“ und „Trautmann“ mit, moderierte „Bingo!“ und die „Barbara Karlich Show“. Als „Dancing Star“ stahl er schließlich allen Mitbewerbern die Show und landete auf Platz eins. Sein Geld verdient der vielseitige Medienprofi als Redakteur und Moderator im ORF-Landesstudio Steiermark. Und während das Vorhaben, Dorian Steidl in einer eigenen ORF-Fernsehshow einzusetzen, weiterhin auf Eis liegt, hat man ihn mit einer neuen Aufgabe betraut: Am 19. Februar moderiert er an der Seite von Alfons Haider und Elke Winkens die Übertragung des Wiener Opernballs. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt der 36-Jährige, wie er sich fit und gesund hält, wie er gegen Stress und Nervosität ankämpft und was ihm das Tanzen mittlerweile bedeutet.
 
 
Von Mag. Sabine Stehrer


MEDIZIN populär

Herr Steidl, es ist nun schon einige Zeit her, dass Sie „Dancing Star“ geworden sind. Nun kehren Sie als Moderator der Opernball-Übertragung quasi aufs Tanzparkett zurück. Werden Sie wieder vor laufenden Kameras das Tanzbein schwingen?

Dorian Steidl
Ich hoffe sehr, dass sich Gelegenheit dazu ergibt, denn das Tanzen bedeutet mir inzwischen sehr viel. Vor kurzem habe ich sogar mit meiner Showpartnerin, der Profitänzerin Nicole Kuntner, ausgemacht, dass wir in Zukunft regelmäßig tanzen gehen. Ich habe gemerkt, dass mir Tanzen gut tut. In der Zeit, in der die Show lief, bin ich so richtig fit geworden. Ich habe etliche Kilos abgenommen und auch ein besseres Körpergefühl entwickelt. Außerdem habe ich gemerkt, dass mir das Tanzen großen Spaß macht. Es ist eine Sportart, die es einem leicht macht, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Fällt es Ihnen schwer, sich zum Sport zu motivieren?

Ich bin beruflich so stark engagiert, dass mir oft über Tage die Zeit dafür fehlt, mich ausreichend zu bewegen. Je länger ich eine Pause mache, desto schwerer fällt es mir dann, mich danach wieder zum Sport zu überwinden. Deswegen habe ich auch einen Vertrag mit mir selbst bzw. mit meinem inneren Schweinehund abgeschlossen, der besagt, dass er höchstens sechs Tage lang die Oberhand behalten darf. Dann muss er mich loslassen, und es muss wieder Zeit dafür da sein, hinauszugehen zum Laufen oder Radfahren oder bei schlechtem Wetter ins Fitnessstudio. Alles das mache ich ja an sich gern.

Wenn man Sie im Fernsehen sieht, hat man den Eindruck, dass Sie das, was Sie dort machen, auch sehr gern machen, und Sie wirken nie nervös…

Das bin ich hin und wieder schon. Aber wenn diese nervösen Zustände auftreten, erinnere ich mich daran, was ich vor meiner ersten „Bingo“-Sendung gemacht habe, und darauf greife ich dann zurück. Ich stelle mir vor, die Sendung wäre schon vorbei und gut gelaufen, und die Sendung, die jetzt gleich beginnt, wäre die Möglichkeit, alles noch besser zu machen. Dieses Hineinversetzen in eine Zeit, die in der Zukunft liegt, hat mir noch gegen jedes Lampenfieber geholfen. Und wenn ich erst einmal die ersten drei, vier Sätze gesagt habe, ist die Nervosität eh verschwunden.

Haben Sie ein Rezept gegen Stress?

(Lacht) Nein, das hätte ich aber gern, denn ich könnte es gut gebrauchen. Im vergangenen Jahr war ich wirklich sehr stark beruflich belastet. Da ist mir die Stimme abhanden gekommen, und sie blieb dann auch noch für ein paar Tage verschwunden. Sie können sich sicher gut vorstellen, dass ich darunter stark gelitten habe, denn die Stimme ist ja mein Kapital. Ich habe das als Warnzeichen dafür betrachtet, dass mein Körper nicht mehr alles mitmacht. Seither gehe ich regelmäßig zur Gesundenuntersuchung und schaue drauf, dass ich mir immer wieder rechtzeitig Auszeiten nehme und dann auch wirklich das Tempo reduziere und das Leben mit allen Sinnen genieße.

Ernähren Sie sich gesund?

Naja, ich esse möglichst viel Obst, Salat und Gemüse, abgesehen von Karfiol, den mag ich gar nicht. Ich trinke nicht viel Alkohol, zumindest achte ich darauf, dass das Bier am Abend nicht zur Selbstverständlichkeit wird. Und mengenmäßig passe ich mich beim Essen meinem Bewegungsverhalten an. Wenn ich viel Sport betreibe, esse ich mehr, wenn ich keinen betreibe, weniger.

Bleibt Ihnen auch noch Zeit für nicht-sportliche Hobbys?

Ich sehe gern fern und schaue mir Shows ausländischer Sender an, um zu sehen, wie die das so machen. Da treffen sich meine privaten Interessen mit den beruflichen. Abgesehen davon ist mein liebstes Hobby das Fotografieren, und das schon seit 22 Jahren. Letztes Jahr habe ich meine erste große Ausstellung in einer Wiener Galerie gehabt, das war sehr schön. Außerdem liebe ich das Modellflugzeugfliegen, nur leider habe ich dafür wenig Zeit, denn ich bin ja vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden – und diese Rolle ist natürlich mein allerliebstes Hobby!

Ausgabe 02/2009

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