Sarah Wiener

Juni 2009 | Prominente & Gesundheit

„Fastfood kommt mir nicht auf den Teller“
 
Sie ist Köchin aus Leidenschaft, führt zwei Restaurants, ein Bistro und ein Catering-Service in Berlin, hat beim Fernsehsender „arte“ Kochsendungen, war auch schon als Schauspielerin im Einsatz, rief die Stiftung „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ ins Leben und schreibt ein Kochbuch nach dem anderen: Sarah Wiener, Tochter des Schriftstellers Oswald Wiener, die in Wien geboren und aufgewachsen ist. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt die 46-Jährige, wie sie das alles schafft, warum ihr gutes und abwechslungsreiches Essen so wichtig ist, wie sie sich fit und gesund hält, und warum sie sich immer wieder einmal eine Auszeit gönnt.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Frau Wiener, Sie sind unter anderem Restaurant-
besitzerin, Fernsehköchin, neuerdings auch Model für Unterwäsche und Kochbuchautorin. Was ist denn Ihre Lieblingstätigkeit?

Sarah Wiener
Meine Lieblingstätigkeiten wechseln mit meinen Verpflich­tungen. Ich habe als kleine Unternehmerin mit einem Catering-Service angefangen und war nicht immer so erfolgreich, wie ich es heute bin. Vielleicht bin ich deswegen so stolz auf alles, was ich mache, auf alle meine Projekte und alle meine Mitarbeiter, die es mir ermöglichen, diese Projekte weiterzuführen. Ich bin außerdem sehr glücklich über die „arte“-Serie mit den Küchenkindern, die kürzlich lief, und das Schreiben der Kochbücher finde ich richtig spannend.

Wird Ihnen alles zusammen genommen nicht manchmal zu viel, Sie haben ja schließlich auch noch eine Familie?

Ja, einen Mann, der meine beste Stressprophylaxe ist, und einen Sohn, aber der ist jetzt schon 22 Jahre alt und stresst mich nicht mehr (lacht). Aber im Ernst: Immer wenn ich merke, jetzt könnte mir bald alles zu viel werden, genehmige ich mir eine längere Auszeit. Genau das habe ich Anfang dieses Jahres auch wieder einmal getan, und ich werde das sicher auch in Zukunft noch sehr oft machen. Ich finde auch, jeder sollte ab und an einen Schritt zurücktreten, schauen wo er steht, und ob er da wirklich stehen will.

Wie erholen Sie sich abseits der längeren Auszeiten?

Indem ich einfach einmal einen Tag lang oder auch länger nichts mache, sondern nur faul bin. Ich kann das Faulsein durchaus genießen.

Sie sind beruflich fast andauernd mit Kochen beschäftigt. Kochen Sie zuhause trotzdem auch noch selber?

Ja, natürlich! Die Alternative wäre ja, zu Fastfood zu greifen, und Fastfood mag ich nicht, das kommt mir nicht auf den Teller, ich gehe auch in kein Fastfood-Restaurant. Auch an einem Würstelstand trifft man mich nur sehr, sehr selten an.

Haben Sie ein Lieblingsgericht?

Das eine, einzige Lieblingsgericht habe ich nicht. Ich mag sehr viele verschiedene Gerichte aus verschiedenen Küchenrichtungen. Ich achte aber stets bewusst darauf, dass ich gut und abwechslungsreich esse. Wenn ich selbst koche, verwende ich nur ökologisch angebaute und saisonale Lebensmittel. Außerdem schaue ich drauf, dass ich viel Wasser trinke und ab und an Rotwein zum Abendessen. Das schmeckt nicht nur, sondern ich bin auch überzeugt davon, dass mich meine Ernährung gesund hält. Aus dieser Überzeugung heraus habe ich auch die Stiftung „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ gegründet, bei der man sich darum kümmert, den Kindern zu vermitteln, wie wichtig und zugleich wohlschmeckend eine gute Ernährung ist.

Apropos gesund: Was machen Sie sonst noch, um sich gesund und fit zu halten?

Ich bewege mich viel, gehe viel zu Fuß, und wenn ich etwas mehr Zeit habe, fahre ich auch sehr gern in die Berge und gehe wandern.

Gehen Sie auch zu Vorsorgeuntersuchungen?

Ich fürchte, da bin ich ein schlechtes Vorbild. Ich habe nicht einmal einen Hausarzt und war in meinem Leben noch nicht oft beim Arzt. Ernsthafte  gesundheitliche Probleme hatte ich eigentlich nie. Jetzt klopfe ich schnell auf Holz, toitoitoi.

Was planen Sie für die Zukunft?

Vor einigen Monaten bin ich von Berlin nach Hamburg übersiedelt. Ich suche zwar nicht gezielt, aber wenn ich hier in dieser Stadt ein Restaurant finde, das ich schön finde, könnte es sein, dass ich hier auch noch eines eröffne. Und dann plane ich noch ein paar Projekte, aber über die möchte ich noch nichts verraten, denn das wäre ein schlechtes Omen.

 

Ausgabe 06/2009

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