Felix Gottwald

November 2011 | Prominente & Gesundheit

„Sport ist mein tägliches Geschenk an mich selbst“
 
18 Medaillen hat er bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gewonnen und damit so viele wie kein anderer Österreicher in der Nordischen Kombination. Nach einer zweijährigen Sportpause bis 2009 und einem fulminanten Comeback, bei dem er noch einmal Doppelweltmeister wurde, verabschiedete sich der Ausnahmesportler mit Ende der vergangenen Wintersaison ein für allemal von der Welt der Loipen und Schanzen. Nun macht Felix Gottwald als Leiter sogenannter Impulstage Schlagzeilen. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt der 35-Jährige aus Zell am See, wofür er Impulse gibt, was ihm Sport heute bedeutet, und wie er auf seine Gesundheit achtet.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Herr Gottwald, nach Ihrer Karriere im Spitzensport halten Sie nun sogenannte Impulstage ab. Worum geht es da?

Felix Gottwald
An meinen Impulstagen ist im Kern zu erfahren, wie man mit sich selbst und seinen Potenzialen und Ressourcen wieder oder noch besser in Kontakt kommt, wie man in seine Mitte kommt. Außerdem gebe ich Impulse dafür, wie man aus dieser Mitte heraus besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen kann. Also wie man sich z. B. beim Übernehmen von Eigenverantwortung, Führen von Beziehungen, auch beim Setzen von Zielen und beim Zeitmanagement leichter tut.  

Sie arbeiten derzeit nicht nur als Seminarleiter, sondern auch als Coach und Botschafter für verschiedene Firmen, Institutionen und Marken. Wird Ihnen das nicht manchmal zu viel?
Wenn mir etwas zuviel wird, reduziere ich Impulse von außen, wie z. B. den Hintergrundlärm des Alltags, die multimediale Beschallung, die ständige Suggestion neuer Bedürfnisse. Und außerdem meditiere ich täglich und sammle mich so.

Vermissen Sie den Sport?
Ich bin zwar Pensionist des Spitzensports, aber immer noch sehr agil (lacht). Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich das letzte Mal Weltmeister geworden bin. Ich vermisse den Sport nicht, weil ich Sport betreibe. Ich lege sogar besonderen Wert auf mindestens eine Stunde Sport am Tag.
 
Ist es nicht schwierig, sich täglich zum Sport zu motivieren, wenn die Siege als Ziel fehlen?
Nein, denn ich liebe Sport, auch weil ich davon überzeugt bin, dass er einem die größtmögliche Nähe zu sich selbst ermöglicht. So wie die Meditation ist Sport mein tägliches Geschenk an mich selbst. Die Siege waren früher übrigens auch nicht mein Ziel. Mir ist es immer nur um den Weg gegangen und um die Begeisterung, mit der ich ihn gehen durfte. Daraus sind die Erfolge dann sozusagen erfolgt.

Es heißt, Sie trinken fast ausschließlich Wasser und ernähren sich bewusst…
Hin und wieder trinke ich schon ein Bier und gern auch das eine oder andere Glas Wein. Beim Wein ist mir aber wichtig, dass er von Weinbauern kommt, deren Hof ich kenne. Und beim Essen habe ich immer schon Bioprodukte bevorzugt.

Auf die Dopingaffären im Sport angesprochen, haben Sie einmal gesagt, Sie selber würden nicht einmal eine Schmerztablette nehmen.
Stimmt, ich nehme überhaupt keine Medikamente. Ich habe nicht einmal Schmerzmittel genommen, als ich mir bei einem Sturz beim Skispringen die Schulter gebrochen habe.

Da sind Sie nur 25 Tage später wieder über Schanzen gesprungen, über Loipen geskated und haben Weltmeistertitel geholt. Wie war das möglich?
Ich habe mich darum bemüht, meinen Körper geistig bei der Heilung zu unterstützen. So war der Bruch drei Tage nach dem Unfall nicht mehr zu spüren und wahrscheinlich verheilt. Die Irritationen in den Weichteilen wegzubekommen, hat länger gedauert, das Neu-Stimmen des Instruments Schulter auch.

Sie sollen auch beim Wohnen sehr auf die Gesundheit schauen. Worauf achten Sie da genau?
Mein Haus in der Ramsau ist ganz aus Holz. Und auch bei meinem Haus daheim in Zell am See habe ich besonders darauf geachtet, beim Bauen und Einrichten gesunde Materialien zu verwenden. Darauf würde ich aber auch schauen, wenn ich eine kleine Wohnung hätte. Denn ich bin überzeugt: Möglichst gesund zu wohnen, also beim Bauen und Einrichten gesunde Materialien zu verwenden, beeinflusst die Gesundheit von Körper und Seele.

Webtipp:
Mehr über Felix Gottwald, seine Impulstage und seine Biographie
„Ein Tag in meinem Leben“ auf www.felixgottwald.at

Ausgabe 10/2011

 

 

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