Winterwonne für Haut & Haar

Dezember 2012 | Kosmetik & Pflege

Die 7 besten Pflegetipps
 
Draußen eisige Kälte, drinnen trockene Heizungsluft: Für Haut und Haare brechen jetzt wieder schwere Zeiten an. MEDIZIN populär hat die sieben besten Pflegetipps für die kalte Jahreszeit.
 
Von Mag. Helga Schimmer

1. Die Extraportion Fett

„Bei guter Pflege können die Unbilden der Witterung unserem äußeren Schutzorgan keinen Schaden zufügen“, beruhigt Dr. Monika Fuchs, Ärztin für ganzheitliche und ästhetische Medizin in Wien. Wenn im Winter die Haut spannt, weil sie weniger Talg und feuchtigkeitsbindende Substanzen erzeugt, kann man sich etwa getrost auch tagsüber im Nachtcreme-Tiegel bedienen. Erweist sich das als nicht reichhaltig genug, können Gesichtsöle pur verwendet oder einige Tropfen davon in die Tagespflege gemischt werden. Denn selbst wer normale, ansonsten problemlose Haut hat, spürt jetzt mitunter, dass es an der Zeit ist, statt leichter Feuchtigkeitscremen gehaltvollere Wasser-in-Öl-Emulsionen aufzutragen – bei Aktivitäten im Freien übrigens durchaus in etwas dickerer Schicht.
„Wunderbar ist außerdem alles, was die Sinne mit wohligen Aromen verwöhnt, wie beispielsweise mit ätherischen Ölen versetzte, rückfettende Duschgele oder Bodylotionen“, empfiehlt Fuchs. „Bitte auch an die Lippen denken: Spezielle Pflegestifte, etwa mit Propolis, haben sich gut bewährt.“

2. Das gesunde Glas Wasser

Leitungswasser, Mineralwasser, Osmosewasser, Granderwasser – die Meinungen über die beste trinkbare Form von H2O gehen weit auseinander. Egal wofür man sich entscheidet, die Haut profitiert im Sommer wie auch im Winter von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Doch haben die meisten Getränke, die wir heute zu uns nehmen – Stichwort: hoher Zucker- und Koffeingehalt – verheerende Nebenwirkungen, warnt Monika Fuchs. „Letztlich führen sie dazu, dass wir die Durstsignale des Körpers als Hungergefühl missverstehen.“
Für die Expertin gilt: Jeder gesunde Mensch sollte täglich pro Kilogramm Körpergewicht 35 Milliliter Wasser zu sich nehmen. Die optimalen Zeitpunkte für das gesunde Glas sind morgens nach dem Aufstehen und eine halbe Stunde vor sowie zweieinhalb Stunden nach jeder Mahlzeit. „Im Winter kann man ruhig auch heißes Wasser trinken, Tees mit Ingwer oder Chili erzeugen ein angenehmes Wärmegefühl“, weiß die Ärztin.

3. Vitaminreiches Wintergemüse

Der Genuss von frisch geerntetem, heimischem Gemüse steigert nicht nur die Abwehrkräfte, er ist auch ein Jungbrunnen für die Haut. Alle Kohlsorten sind reich an natürlichen Antioxidantien, die unter dem Sammelbegriff Vitamin A, C und E zusammengefasst werden. Auch Karotinoide – z. B. in Karotten, Paradeisern, Spinat und Brokkoli – binden freie Radikale und sorgen für eine gesunde Zellteilung. Die Bitterstoffe von Chicorée und Radicchio wiederum regen die Verdauung an, was sich vorteilhaft auf ein klares Hautbild auswirkt.
Monika Fuchs propagiert den guten alten Apfel als eine Portion Gesundheit für jeden Tag: „Er enthält nicht nur viel Wasser, seine Polyphenole wirken überdies entzündungshemmend und krebsvorbeugend, und die Pektine in der Schale sind wichtige Ballaststoffe.“ Deshalb sollten Äpfel nicht geschält, sondern lediglich gut gewaschen gegessen werden.

4. Pflegekicks für strapaziertes Haar

Weil jede Wäsche schützende Fette entfernt, sollte trockenes Haar nicht täglich und stets nur lauwarm gewaschen werden. Anschließend die Längen mit kaltem Wasser spülen, das glättet die Haaroberfläche und bringt sie zum Glänzen. „Geben Sie den Haaren zusätzlich mit einer Spülung oder Intensivkur verlorenes Fett und Feuchtigkeit zurück“, rät Fuchs. „Diese Pflegeprodukte legen sich als hauchdünner Schutzfilm um jedes einzelne Haar.“ Dann klappt auch das nachfolgende Kämmen „wie geschmiert“.
Oft ist Lufttrocknen nicht möglich, ein schonendes Styling gelingt jedoch ebenso mit einer geeigneten Föhnlotion und einem auf maximal mittlere Wärmestufe eingestellten Föhn. Wer die Haare dabei immer von oben nach unten bürstet, schließt ihre Schuppenschicht und wird mit Extraglanz belohnt. Spezielle Haarmasken oder -öle, die über Nacht einwirken, sorgen nach dem Auswaschen am nächsten Morgen für eine besonders geschmeidige, gepflegte Frisur.

5. Öl-Peeling für seidige Hände

Der Wechsel von feuchter Kälte draußen und trockener Wärme in Innenräumen setzt insbesondere den Händen stark zu. Manuelle Arbeit strapaziert sie, scharfe Reinigungsmittel greifen sie an – bei verschiedensten Tätigkeiten im Beruf und Haushalt ist der natürliche Säureschutzmantel schnell überfordert. Monika Fuchs: „Das Tragen von Arbeitshandschuhen ist eine gute Möglichkeit, Trockenheitsekzemen vorzubeugen.“
Fühlt sich die Haut beanspruchter Hände rau an, wird sie durch ein sanftes Öl-Peeling wieder seidenweich. Dafür einen Teelöffel Kristallzucker und zwei Esslöffel Olivenöl zu einer streichfähigen Paste vermischen, auf die Hände auftragen und in kreisförmigen Bewegungen einmassieren. Die Zuckerkörner verbessern die Hautdurchblutung, das Olivenöl wirkt pflegend, abgestorbene Hautschuppen werden entfernt. Zum Schluss die Hände waschen und die Haut behutsam trockentupfen. Trotz guter Pflege nicht vergessen: In der kalten Winterluft immer warme Handschuhe anziehen!

6. Tricks gegen Fieberblasen

Ein stressiger Tag, eine Erkältung im Anmarsch oder die einsetzende Menstruation – Einflüsse wie diese lassen eine bestehende Infektion mit Herpes simplex-Viren als lästige Lippenbläschen aufblühen. Um die Fieberblase schnell wieder loszuwerden, sollte man so früh wie möglich behandeln. Aber: Vorbeugen ist natürlich noch besser. Konkret heißt das, jeden Körperkontakt mit Personen, die gerade Fieberblasen haben, zu vermeiden.
Generell ist es sinnvoll, die eigene Immunabwehr mit abwechslungsreicher Mischkost, ausreichend Bewegung und Schlaf, aber wenig Alkohol und dem Verzicht auf Nikotin zu stärken. Monika Fuchs: „Einige Studienergebnisse belegen die Wirksamkeit der essenziellen Aminosäure L-Lysin. Eine konsequente Prophylaxe mit hoch dosierten Kapseln kann die Zeitspannen zwischen dem Auftreten von Fieberblasen verlängern.“ Die Wirkung beruht höchstwahrscheinlich auf einer gleichzeitigen Blockierung des Gegenspielers L-Arginin, den die Viren für ihre Vermehrung benötigen. Bei Herpes-Infektionen sollten demnach argininreiche Nahrungsmittel wie Schokolade und Nüsse gemieden werden.

7. Ruhe und Erholung

Es zeigt sich auch auf der Haut, wenn eine Besprechung die andere jagt, E-Mails im Minutentakt beantwortet werden müssen und das Handy ständig piepst. Moderne Kommunikationsmittel erweisen sich immer öfter als Fluch, sie lassen Arbeit und Freizeit ineinanderfließen – viele fühlen sich durch den Zwang zur permanenten Verfügbarkeit am Ende ihrer Kräfte. Noch bevor die Nerven versagen, sieht man’s der Haut an: Sie wirkt müde, fahl und abgespannt, häufig sprießen Pickel und Pusteln. Als Bewältigungsstrategie gegen die Überbelastung nennt Expertin Fuchs fest eingeplante kleine Pausen im Alltag, damit der Körper sich erholen kann. „Sehr wirkungsvoll sind zudem das regelmäßige Dampfablassen beim Sport und das Ausüben von Entspannungstechniken.“ Nicht nur Haut und Haare werden es Ihnen danken.


Stand 12/2012

 

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