Elke Winkens

Mai 2014 | Prominente & Gesundheit

„Ich neige in manchen Dingen zu Extremen.“
 
Ob Fernsehen, Kino, Theater: Sie brilliert seit jeher auf jeder Plattform, die sich Schauspielern bietet, und das in den unterschiedlichsten Rollen. Zuletzt überraschte sie ihr Publikum mit ihrem sarkastischen Soloprogramm „Alles gelogen“ und mit der Übernahme einer Mode-Boutique. Im Gespräch mit MEDIZIN populär spricht die 44-Jährige über ihren Hang zu Extremen, ihre Achtsamkeit in Sachen Gesundheit, ihre Dankbarkeit für den Luxus im Leben und ihre Einstellung zum Tod.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Frau Winkens, in Deutschland Theater spielen, mit einem Kabarettprogramm durch Österreich touren, zu Gast in der ORF-Sendung „Was gibt es Neues?“ sein und eine eigene Boutique führen: Ist das nicht ein bisschen zu viel?

Elke Winkens
Die Boutique gehört mir nicht ganz, ich bin nur eine von zwei Teilhaberinnen, was aber nicht heißt, dass ich nicht auch hin und wieder im Geschäft stehe und Kleider verkaufe. Das macht mir nämlich großen Spaß, genauso wie meine Tätigkeit als Schauspielerin oder meine Auftritte in Shows. Ich empfinde alles, was ich beruflich mache, nicht als Arbeit in dem Sinn, dass ich mich davon erholen müsste. Das ist ein herrlicher Zustand, ein Luxus, für den ich sehr dankbar bin.

Sie haben schon als Kind bei Tanz- und Theaterproduktionen mitgewirkt und sind als Jugendliche sogar zweifache Europameisterin im Tanzen geworden. Halten Sie sich heute auch noch mit dieser Art von Bewegung fit?

Nein, um mich fit zu halten, trainiere ich zweimal in der Woche in einem Fitnessstudio. Dort lasse ich auch regelmäßige Gesundheitschecks von einem Arzt machen. Das ist mir sehr wichtig.

Warum? Haben Sie gesundheitliche Probleme?

Ich bin an sich kaum krank, aber wenn es mich einmal erwischt, bricht mein Körper so richtig weg. Dann kriege ich, sinnbildlich gesprochen, keinen Schnupfen, sondern gleich eine Lungenentzündung. Und wenn man sich regelmäßig durchchecken lässt, kann man Entwicklungen, die in die falsche Richtung gehen, rechtzeitig erkennen, etwas dagegen unternehmen und Schlimmeres verhindern. Also achte ich darauf.

Achten Sie auch auf eine gesunde Ernährung?

Auch diesbezüglich neige ich zu Extremen. Ich habe Phasen, in denen ich mich ausschließlich von Burgern ernähre. Da kann es vorkommen, dass ich um Mitternacht noch einen verdrücke. Sobald ich mich aber nicht mehr wohl damit fühle und merke, der Körper braucht etwas Anderes, esse ich wieder viel Gemüse und verzichte auf Alkohol. Wobei die Phasen, in denen ich mich gesund ernähre, in letzter Zeit länger werden, da ich zunehmend mehr auf mich schaue.

Wie ist es zu dieser Veränderung gekommen?

Sie kam wohl eher schleichend zustande. Aber mit dem Tod meines Vaters im Jänner vergangenen Jahres hat sich da noch einmal viel getan. Ich habe ja mein ganzes Leben lang vor jeder Entscheidung, egal welcher Art, meinen Vater gefragt, ob ich das oder jenes tun soll, also soll ich die Rolle annehmen oder die, soll ich heiraten, soll ich nicht. Nun kann ich ihn nicht mehr fragen, sondern muss alle meine Entscheidungen alleine treffen, was mich aber erwachsener gemacht hat und gut für mich ist.


War der Tod Ihres Vaters sehr schlimm für Sie?


Wirklich schlimm wäre gewesen, wenn er mitten aus dem Leben gerissen worden wäre. Das war aber nicht so, er war schon alt. Und der Tod nach einem langen Leben ist für mich nicht so etwas Unbegreifliches, Mysteriöses, dass ich damit hadern müsste. Aber sicher war es ein Einschnitt, denn mein Vater war der Mann meines Lebens, und er fehlt mir jetzt schon besonders, da es in meiner Ehe gerade nicht so gut läuft.

Sie leben ja nach wie vor getrennt von Ihrem Mann?

Das empfinde ich nicht als schlecht, sondern wie vieles andere in meinem Leben eher als Luxus. Ich lebe gern allein, denn dann kann ich immer, wenn mir danach ist, die Tür zumachen und meine Ruhe haben. Das brauche ich ganz einfach.

Stand 05/2014

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