Hautpflege ab 20: Befeuchten und Klären!

Juni 2015 | Kosmetik & Pflege

Jetzt wird Pflege zur Typfrage!
 
Beim Eintritt ins dritte Lebensjahrzehnt ist die Haut erwachsen und tritt als Typ in Erscheinung. Ob als normale, trockene, fettige oder Mischhaut: Warum es so wichtig ist, die Pflege auf den Hauttyp abzustimmen und welches „Anti-Aging-Mittel“ Frauen bereits ab dem jungen Erwachsenenalter täglich anwenden sollten.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

Welchen Hauttyp habe ich? „Diese Frage sollten sich Frauen zu Beginn des dritten Lebensjahrzehnts stellen und sich bei der Pflege der Haut nach der Antwort richten“, rät Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie am Juvenis Ärztezentrum in Wien. Der Grund für die ärztliche Empfehlung: „Mit dem Ende der Pubertät und spätestens um das 20. Lebensjahr herum ist die Entwicklung der Haut beziehungsweise des Hauttyps abgeschlossen.“ Danach beginnt der Alterungsprozess – und der bringt mit sich, dass sich unsere äußerste Körperhülle insofern verändert, als sie trockener, empfindlicher, schließlich schlaffer und faltig wird. „Wie schnell das geht, steuern im Wesentlichen die Gene“, informiert Kopp. Doch wer die Haut dem Hauttyp entsprechend pflegt, kann laut der Expertin durchaus einiges dazu tun, um sie gesund, schön und möglichst lange jung aussehen zu lassen.
Ob normale Haut, trockene Haut, fettige Haut oder Mischhaut: Zum Pflegefahrplan gehört nun, Produkte zu verwenden, die für die einzelnen Hauttypen gedacht sind. Mit ein paar Tricks lässt sich der Hauttyp meist gut erkennen (siehe „Wie finde ich meinen Hauttyp?“ unten). Gelingt das nicht, lässt man die Haut am besten beim Dermatologen analysieren.

Normale Haut

Am einfachsten ist die Pflege der normalen Haut. Dermatologin Kopp: „Sie hat von allem genug und von nichts zu wenig.“ Damit es dabei bleibt, sollte für die Reinigung ein mildes Gesichtswasser, ein Reinigungsschaum oder eine Waschlotion verwendet werden. „Wichtig ist außerdem, sich bereits in jungen Jahren anzugewöhnen, die Haut wirklich konsequent morgens und abends zu reinigen“, betont Kopp. Für die Pflege verwenden Frauen mit normaler Haut dafür gedachte Tages- und Nachtcremen.

Trockene Haut
Etwas schwieriger wird es bei trockener Haut im Gesicht. „Um sie zu reinigen, verwendet man einen Reinigungsschaum, der rückfettend ist“, so Kopp. „Für die Haut am Körper, die bei Betroffenen ebenfalls meist trocken ist, nimmt man ebenfalls rückfettende Produkte wie zum Beispiel Duschöle.“ Die Reinigungsprodukte sollten auf keinen Fall Alkohol enthalten, da trockene, oft auch empfindliche Haut dadurch zu sehr gereizt wird. „Auch Produkte mit Kampfer oder Menthol als Zusatzstoff sollten Frauen mit trockener Haut meiden, denn sie können ebenfalls Hautirritationen verursachen“, warnt Kopp. Um Schuppungen oder Ekzeme zu vermeiden, gilt es laut der Dermatologin außerdem, auf Peelings zu verzichten. Kopp: „Nach der Reinigung wird die trockene Haut im Gesicht und am Körper idealerweise mit Lotionen oder Ölen gepflegt, die reich an Feuchtigkeit und Lipiden sind, also fettähnlichen Substanzen.“

Fettige Haut

„Ölige, also fettige Haut neigt häufig zu Unreinheiten bis hin zu Akne“, weiß die Medizinerin. „Deswegen ist bei diesem Hauttyp die Gesichtsreinigung mit einer typgerechten Lotion oder Reinigungsmilch besonders wichtig.“ Da die Haut fettig aussieht, weil ihre Talgdrüsen viel Talg produzieren, empfiehlt sich des Weiteren eine Gesichtspflege mit Produkten, die die Talgproduktion regulieren und die Haut nicht beschweren. Kopp: „Das könnte ein leichtes Gel sein.“ Wenn kosmetische Produkte nicht ausreichen, um die ölige Haut gut aussehen zu lassen, empfiehlt die Medizinerin, zum Hautarzt zu gehen und sich medizinische Pflegeprodukte verschreiben zu lassen.

Mischhaut

Bei Mischhaut, also normaler Haut an den Wangen und fettiger Haut an Stirn, Nase und oft auch Kinn, ist die Pflege aufwändiger: „Es ist wichtig, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haut einzugehen“, betont Tamara Kopp. Mischhauttypen kommen also nicht darum herum, für die T-Zone Produkte zu verwenden, die die Talgproduktion regulieren, und für das restliche Gesicht ein Pflegeprodukt, das sich für normale oder trockene Haut eignet. Für die Reinigung der Haut reicht aber ein einziges Produkt – ein milder Reinigungsschaum.  

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Ein Muss:
Anti-Aging-Mittel Sonnenschutz

Egal welcher Hauttyp – bereits in den 20ern ist laut Tamara Kopp zur Ergänzung der täglichen Pflege ein spezielles Anti-Aging-Mittel dringend empfehlenswert: Sonnenschutz! Um die Haut vor den UV-Strahlen der Sonne zu schützen, die sie schneller altern lassen, eignen sich eine Tagescreme oder ein Make-up mit Sonnenschutzfaktor. Kopp: „Bei längeren Aufenthalten in der Sonne benötigt man darüber hinaus freilich noch eine gut schützende Sonnencreme.“ Denn wer es in jungen Jahren nicht so genau mit dem Sonnenschutz nimmt, muss laut Kopp damit rechnen, frühzeitig alt auszusehen: Durch ungeschützte Sonnenbäder kommt es oft schon bald zu einem Verlust der Spannkraft und zu einer leichten Verdünnung von Oberhaut, Lederhaut und dem Fettgewebe unter der Haut. So bilden sich schneller als von Mutter Natur vorgesehen Fältchen und Falten.
Aber nicht nur das: „Oft entstehen durch Sonnenbäder auch bräunliche Pigmentflecken“, weiß Kopp. „Hierfür besonders gefährdet sind Frauen mit einem hohen Östrogenspiegel.“ Deswegen zeigen sich im Gesicht und auf den Händen von jenen jungen Frauen vermehrt braune Flecken, die mit der Pille verhüten oder schwanger sind. Beides lässt die Konzentration der Östrogene im Blut ansteigen. „Die Altersflecken, die sonst erst altersbedingt jenseits der Lebensmitte auftreten, kann man mit aufhellenden Cremen aber wieder loswerden“, informiert Kopp.

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Wie finde ich meinen Hauttyp?

  • Die Haut reinigen, abtrocknen und – ungeschminkt – im Spiegel betrachten.
  • Ist die Haut glatt, rein, sieht sie gut aus und fühlt sie sich gut an, so gehört man dem normalen Hauttyp an.
  • Spannt die Haut, ist sie leicht gerötet oder schuppt sie sich, dann ist sie trocken. Wer im Gesicht trockene Haut hat, hat auch am Körper trockene Haut.
  • Glänzt die Haut und zeigen sich Mitesser oder Pickel, so ist sie fettig bzw. ölig.
  • Glänzt die Haut nur in der sogenannten T-Zone von der Stirn über die Nase bis zum Kinn, hat man eine Mischhaut.

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Was tun bei Akne?

Vor allem bei jungen Frauen zwischen 20 und 30 mit eher fettigem Hauttyp oder einer Mischhaut ist Akne ein häufiges Problem, weiß die Wiener Dermatologin Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp. Bedingt durch Stress oder hormonelle Umstellungen etwa während des Menstruationszyklus können aber auch junge Frauen mit trockener Haut an Akne erkranken. Kopp: „Betroffene sollten auf jeden Fall zum Hautarzt gehen und sich behandeln lassen.“ 

Stand 05/2015

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