Petra Stolba

August 2017 | Prominente & Gesundheit

„Um mich so richtig zu entschleunigen, hilft mir Bewegung in der Natur. Besonders gern gehe ich Reiten oder Wandern.“
 
Bereits zum dritten Mal in Folge wurde sie zur Chefin der „Österreich Werbung“ (ÖW) bestellt, zuletzt bis zum Jahr 2021. Und in den vergangenen Saisonen kamen so viele Touristen wie nie aus aller Welt in Österreichs Alpentäler und Städte. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt die 52-Jährige, die drei Studien absolviert hat, wie sie den Zuwachs bei den Gästen schaffte, warum der Mensch überhaupt auf Reisen geht und wo sie selber Urlaub macht.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Frau Dr. Stolba, wohin fahren Sie als nächstes auf Urlaub?

MMag. Dr. Petra Stolba
In der Jugend lagen meine Urlaubsziele in der weiten Welt. Heute bin ich beruflich so viel unterwegs, dass ich mich im Sommer immer darauf freue, entspannt in Österreich zu urlauben, wobei jedes Jahr ein anderes Bundesland auf dem Programm steht. Dabei gibt es immer wieder interessante Dinge zu entdecken, jeden Tag aufs Neue, und das sozusagen direkt vor der eigenen Haustüre.

Etwas entdecken, sich entspannen, sind das die Gründe, warum der Mensch auf Reisen geht?

Durchaus. Ein tieferer Grund dafür, dass wir auf Urlaub fahren, ist aber wohl auch, dass uns letztlich jede Reise ein bisschen mehr zu uns selbst führt.

Erzählen Sie das auch potenziellen Österreichurlaubern?

(Lacht). Wenn es sich ergibt … Aber Spaß beiseite: Erfahrungsgemäß punktet Österreich vor allem mit der einzigartigen Kombination aus Natur und Kultur und darüber hinaus – das mögen wir selbst manchmal gar nicht glauben – werden unsere Gastfreundschaft und unsere charmante, offene Art international hoch geschätzt. Welche Reisegründe sonst noch gerade für potenzielle Österreichurlauber besonders attraktiv sind, ist von Land zu Land und von Kulturkreis zu Kulturkreis unterschiedlich. Das beobachten wir in den Büros der Österreich Werbung in den Herkunftsländern ganz genau und richten uns danach, um abgestimmt auf diese Unterschiede sowie aktuelle Entwicklungen und getreu unseres Mottos Wir begeistern für Österreich die jeweils spannendsten Geschichten zum Urlaubsland Österreich erzählen zu können.

Das funktioniert offenbar gut. Bei den Ankünften haben Sie im Winter 2015/16 und auch im vergangenen Sommer jeweils Rekordwerte erreicht. Wird dies auch in diesem Sommer wieder der Fall sein?

Bei dem Rekordwert von 23 Millionen Ankünften im Sommer 2016 liegt die Latte sehr hoch. Und Prognosen abzugeben, käme dem sprichwörtlichen Glaskugellesen gleich, vor allem aufgrund der Tatsache, dass heute immer kurzfristiger gebucht wird. Ein Halten des Vorjahrsergebnisses wäre ein Erfolg.

Welchen Ihrer bisherigen Erfolge empfinden Sie als den größten und gibt es etwas, wo Sie sagen, das hätte wirklich besser laufen können, ist im Grunde misslungen?

Manches kommt nicht zur richtigen Zeit, manch’ anderes scheitert an anderen Dingen. Ich habe aber auf dem Weg zu verschiedenen Zielen immer mein Bestes versucht und konnte noch immer in den Spiegel schauen und mir selber sagen, dass ich mein Möglichstes getan habe. Und die Erfolge? Allein bewirkt man gar nichts. Stolz bin ich darauf, dass wir im Team, also wir alle gemeinsam in der Österreich Werbung, es immer wieder aufs Neue versuchen, uns bestmöglich weiterzuentwickeln und besser zu werden.

Sie selbst haben auch viele Weiterentwicklungen, anders gesagt: berufliche Entwicklungen, hinter sich, die Sie von der technischen Chemie in die Tourismusbranche führten …

… Die Tourismusbranche fasziniert mich, seit ich während meines Studiums der Technischen Chemie, später noch der BWL sowie der Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Kombination mit der Politik als Reisebegleiterin gearbeitet habe. Viele meiner damaligen Gäste haben mir nach der Reise Briefe geschickt, um sich bei mir für das Erlebte zu bedanken. Menschen einmalige, vielleicht die schönsten Momente im Leben bereiten zu können, das hat mich motiviert, das wollte ich, und das liebe ich auch heute noch sehr an meiner Arbeit.

Wie erholen Sie sich nach ausgefüllten, anstrengenden Arbeitstagen?

Einerseits liebe ich es, zur Erholung einfach einmal nichts zu tun und in die Stille hinein zu hören. Andererseits sind mir die Spielenachmittage mit meiner jungen Nichte sehr wichtig. Derzeit matchen wir uns beim DKT-Spielen.

Matchen Sie sich auch bei anderem Sport mit jemandem?

Um mich so richtig zu entschleunigen, ein gesundes Regrounding zu betreiben, hilft mir Bewegung im Freien, in der Natur, egal in welcher Form. Besonders gern gehe ich aber Reiten oder Wandern.

Welchen Stellenwert hat gesunde Ernährung für Sie?

Ab und zu eine kleine, manchmal auch eine größere (lacht) Süßigkeit muss sein. Aber ansonsten lege ich Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Da ich ja auch viel in Österreich herumkomme, habe ich oft die Gelegenheit, die Vielfalt unserer hervorragenden Kulinarik, köstliche und zugleich lokale Produkte und Spezialitäten zu genießen.

Was halten Sie von Gesundheitsurlauben, wo besonders gesund gegessen und gezielt gesportelt wird?

Wie eine Folie spiegelt der Tourismus die Veränderungen der Gesellschaft wider. Durch den zunehmenden Leistungsdruck, das steigende Gesundheitsbewusstsein und die höhere Lebenserwartung wird Gesundheitsvorsorge in Zukunft immer wichtiger werden. So wächst  auch die Nachfrage nach Urlaub, der die Gesundheit fördert, und das Thema Gesundheitsurlaube wird für den Tourismus und die Betriebe immer bedeutender. Bereits jetzt schwer im Trend sind Medical Wellness und alpine Wellness-Angebote.

Im Vorjahr sind Sie neuerlich für fünf Jahre bis 2021 zur Chefin der ‚Österreich Werbung‘ bestellt worden.

Welche Projekte werden Sie in dieser Zeit verwirklichen?
Vor allem die Digitalisierung verändert unsere Branche. Von der Echtzeitmarktforschung in sozialen Netzwerken über die werbliche Kommunikation bis hin zum Roboter an der Rezeption: Mit diesen Entwicklungen müssen wir uns beschäftigen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Unsere eigene Organisation, aber auch die gesamte Branche für solche Entwicklungen fit zu machen, zählt zu den allerwichtigsten Aufgaben in den nächsten Jahren.

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Kurz & Persönlich

  • Geboren am 3. Oktober 1964 in Wien
  • Familienstand: verheiratet
  • Hobbys: Reiten, Wandern, Lesen
  • Lieblingsbuch: ich lese immer viele Bücher auf einmal, derzeit liegt ganz oben auf dem Stapel das Buch von Univ. Prof. DDr. Johannes Huber „Es existiert – die Wissenschaft entdeckt das Unsichtbare“
  • Lieblingsmusik: stimmungsabhängig, meist aber Jazz, Soul oder Meditationsmusik
  • Lieblingsessen: die Mohnnudeln meiner Oma
  • Lieblingsgetränk: das mag jetzt einfallslos erscheinen – aber ich trinke am liebsten ein Glas frisches Leitungswasser!
  • Schönster Ort in Österreich: immer der, an dem ich gerade bin
  • Schönster Ort außerhalb Österreichs: derzeit gerade Lissabon
  • Bevorzugter Urlaubsort: überall, wo es Interessantes zu entdecken gibt

Webtipp:
Informationen über Angebote im Urlaubsland Österreich auf der Website der ‚Österreich Werbung‘ (ÖW): www.austria.info

Stand 07-08/2017

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