Wie der Körper spricht

Oktober 2021 | Leben & Arbeiten

Ob Büro oder Geschäft: Körpersignale von Kolle­ginnen und Kollegen sind oft besonders verunsichernd. Wie das Wissen um Körpersprache dabei helfen kann, Missverständnissen vorzubeugen oder sie aufzulösen.
 
 
 
– Von Mag. Andrea Riedel

Eine neue Kollegin, ein neuer Kollege kommt oder man beginnt selbst in einem noch neuen Team – das bedeutet mitunter für beide Seiten Stress: Man weiß (noch) nicht viel voneinander, muss aber die Veränderungen rasch einordnen beziehungsweise sich auf dem neuen Terrain orientieren können. Dafür sammelt unser Gehirn jede Information, die es bekommen kann. Viele sind dann bei körpersprachlichen Signalen besonders „hellhörig“: Der Kollege schaut immer so finster, hab’ ich ihm was getan?

Verständlich, dass sich da so mancher wünscht, die Körpersprache und damit die Emotionen anderer „lesen“ zu können.

Womit spricht der Körper?

„Im Wesentlichen über vier Kanäle“, erklärt Mag. Sigrid Tschiedl, Persönlichkeitstrainerin, Regisseurin und Kommunikationsexpertin: Haltung, Gestik, Mimik und Distanz. Über die Haltung drückt sich nicht nur momentane Emotion aus, sondern meist auch die innere Einstellung. Wer schüchtern ist, wird andere Haltungen einnehmen als jemand, der gerne im Mittelpunkt steht. Gestik und Distanz sind stark von der jeweiligen Kultur eines Landes geprägt.

Weltsprache

Die Mimik hingegen ist eine Weltsprache: Die sieben Grundemotionen Freude, Wut, Angst, Trauer, Überraschung, Ekel und Verachtung spiegeln sich in den Gesichtern aller Menschen auf die gleiche Weise. Auffällig: Nur eine davon – Freude – ist klar positiv. „Auch Überraschung ist ambivalent“, so Tschiedl: „ob freudig oder nicht, ist im ersten Moment oft nicht erkennbar.“

Nicht alles auf sich beziehen

So lautet eine der wichtigsten Grundregeln beim Thema Körpersprache, so Tschiedl: „Wenn mich jemand mit erhobenem Kinn von oben herab übers Nasenspitzl anschaut, heißt das noch lange nicht, dass er mich geringschätzt. Arrogant wirkt das vielleicht nur deshalb, weil dieser Mensch sonst fast immer eine Lesebrille auf der Nasenspitze balanciert und sich diese Kopfhaltung angewöhnt hat.“

Körpersprache bei heiklen Gesprächen

„Besonders wichtig ist hier die ,Nase-Nabel-Regel‘“, so Andrea Khom: Wer dem Gesprächspartner den ganzen Oberkörper – vom Kopf bis zum Nabel – zuwendet, zeigt sich freundlich und offen.

Das heißt aber nicht, dass man einander gegenübersitzen muss – „ganz im Gegenteil“, sagt Tschiedl.  Wichtig ist, einerseits Raum zu schaffen, damit emotionale Energie rauskann und andererseits das Einander-Zuwenden. 

 

Noch viel mehr Tipps und Tricks der Körpersprache-Expertinnen finden Sie in MEDIZIN populär, Ausgabe 10/2021.

 

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Stand 10/2021

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