Heilwig Pfanzelter

März 2009 | Prominente & Gesundheit

„Ich schaue lieber vorwärts als zurück“
 
Vielen ist sie aus ihrer Zeit als Programm­sprecherin und Lottofee beim ORF-Fernsehen ein Begriff, heute arbeitet Heilwig Pfanzelter als Sprecherin beim ORF-Kultursender Ö 1. Doch seit geraumer Zeit macht die gebürtige Vorarlbergerin auch auf den Wiener Bühnen Furore. Und am 24. April startet im Ensembletheater „Paris, Paris! – ein Abend zum Verlieben“, den sie solo als Chanteuse mit dem Pianisten Otmar Binder bestreitet. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt die 55-Jährige, wie sie vom Sprechen auf das Singen gekommen ist, wie sie sich und ihre Stimme fit hält, wie sie sich von stressigen Zeiten erholt, und welchen besonderen Traum sie sich mit 85 erfüllt haben möchte.
 
von Mag. Sabine Stehrer


MEDIZIN populär

Frau Pfanzelter, der Weg von der Fernsehsprecherin zur gefeierten Chanteuse ist doch eher ungewöhnlich. Wie sind Sie denn auf das Singen gekommen?

Heilwig Pfanzelter
Ich wollte im Innersten meines Herzens immer auf der Bühne stehen und singen. Schon auf der Schauspielschule habe ich Gesangsunterricht genommen. Als Theaterschauspielerin hatte ich dann fünf Jahre lang Engagements am Landestheater in Bregenz und am Stadttheater St. Gallen in der Schweiz. Und auch da waren mir die Rollen am liebsten, in denen ich auch singen konnte. So habe ich weiter Ge­sangs­unter­richt genommen und gezielt darauf hingearbeitet, eines Tages eigene Chanson-Abende zu geben. Vor 13 Jahren habe ich dann den Sprung gewagt und das erste von mittlerweile neun Solo-Programmen produziert. Der Erfolg hat mich dazu ermutigt, weiterzumachen.

Ihr neues Programm heißt „Paris, Paris! – ein Abend zum Verlieben“, das Programm davor hieß „Männer … haben auch ihr Gutes“. Sind Sie verliebt?

(Lacht). Tatsächlich ist es so, dass im Moment ein Mann mein Herz sehr berührt. Aber diese Liebe hüte ich wie einen Schatz. Ich weiß ja noch nicht, was daraus wird und will deswegen auch nicht mehr dazu sagen.

Sie singen viel, und als Präsentatorin bei Ö 1 sprechen sie viel, wie halten Sie Ihre Stimme fit?

Ich mache täglich Stimmübungen und gehe regelmäßig zu einem Stimm-Coach. Ansonsten ist das Beste, was man für die Stimme tun kann, das Singen selbst. Denn die Stimm­bänder wollen wie Muskeln betätigt werden.

Und wie halten Sie sich insgesamt fit?

Ich gehe schon seit Jahren immer am Wochenende Joggen oder Walken, außerdem gehe ich einmal in der Woche in ein Fitnessstudio, da mache ich Aerobic und Übungen für Bauch, Beine und Po, das braucht man als Frau! Außerdem praktiziere ich Yoga, jeden Tag. Und seit ich das mache, sind alle meine Wehwehchen wie weggeblasen.

Waren Sie immer schon so sportlich?

Bis ich 40 war, habe ich überhaupt keinen Sport betrieben. Dann war ich auf Urlaub, habe ordentlich zugenommen, und als ich mich nach den Ferien daheim im Spiegel gesehen habe, habe ich mir gesagt: „Heilwig, du musst etwas unternehmen, sonst wird es ein schlimmes Ende mit dir nehmen!“ Von da an habe ich angefangen, mich zu bewegen, und dabei die Erfahrung gemacht, dass das nicht nur dem Körper unendlich gut tut, sondern einen auch insgesamt reich belohnt! Ich bin viel ausgeglichener und zufriedener als früher.

Ernähren Sie sich auch besonders gesund?

Ich habe das Glück, dass mir das, was gesund ist, auch gut schmeckt, also alle Vollkornsachen, Gemüse, Obst, Fisch. Und ich trinke fast keinen Alkohol, außer hin und wieder ein Glas Champagner.

Wie halten Sie es mit ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen?

Ich mache jedes Jahr eine Gesundenuntersuchung. Zum Zahnarzt und zum Gynäkologen gehe ich sogar zweimal im Jahr.

Sie sind im vergangenen Dezember 55 Jahre alt geworden. Wünschen Sie sich manchmal, noch einmal 25, 35 oder 45 zu sein?

Nein, diesen Wunsch habe ich nicht, im Gegenteil, ich bin sehr gern 55. Ich habe das Gefühl, zu mir selbst gefunden zu haben, in meiner Mitte zu sein und nicht mehr mit anderen konkurrieren zu müssen. Ich schaue heute lieber vorwärts. Ich wünsche mir zum Beispiel, dass ich in 30 Jahren, also mit 85, immer noch auf der Bühne stehen kann, und mir dann den Traum erfüllt haben werde, eine eigene kleine Theaterbar zu führen, wo ich auch auftrete und singe.

Sie haben zwei Berufe und erleben sicher oft stressige Zeiten. Was machen Sie, um sich zu erholen?

Da zieht es mich in die Stille, da schalte ich mein Handy ab und den Computer aus, räume den Terminkalender weg, schlafe richtig aus, frühstücke im Bett, höre Musik. Das ist für mich Entspannung pur.

Ausgabe 03/2009  

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