Schlank bleiben im Advent

Dezember 2010 | Ernährung & Genuss

Kalorien sparen und genießen: So geht´s
 
Allerorts wird jetzt wieder gebacken und gekocht, gefeiert, getrunken und geschmaust. Die Vorweihnachtszeit mit ihren kulinarischen Verlockungen hat es in sich. MEDIZIN populär zeigt, wie sich bei beliebten „Advent-Events“ genussvoll Kalorien sparen lassen.
 
Von Mag. Alexandra Wimmer

Keksebacken
Es gibt auch zucker- und fettarme Rezepte!

Vanillekipferln oder Lebkuchen? Welche der leckeren Kekssorten, die uns alljährlich die (Vor)Weihnachtszeit versüßen, sollten den Keksteller dominieren? Welche sind eher mit Vorsicht zu genießen?
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Wer die Kekse selber bäckt, hat es in der Hand, fett- und zuckerärmere und damit gesündere Exemplare zu fabrizieren. „Dem Teig von Lebkuchen oder Windbäckereien wird meistens so gut wie kein Fett beigemengt, auch Bäckereien aus Germteig sind fettarm“, empfiehlt die Wiener Ernährungswissenschafterin Mag. Sabine Bisovsky. „Dagegen sind Kekse aus Mürbteig, zum Beispiel Vanillekipferln oder Linzer Augen, besonders fettreich und dadurch hochkalorisch.“ Während Mürbteig große Mengen an Butter bzw. Margarine braucht, damit er knetbar wird, kann man bei Christstollen sogar zusätzlich Fett einsparen, indem man ein Drittel der angegebenen Fettmenge weglässt. „Oder man orientiert sich gleich beim Rezepteschmökern an der benötigen Fettmenge: Je weniger, desto besser“, ergänzt Bisovsky.
Diese Sparmaßnahmen gelten übrigens auch für Zucker: „Bei den meisten Teigen kann man ohne Weiteres ein Drittel an Zucker einsparen und nur zwei Drittel der im Rezept angegebenen Menge nehmen“, weiß die Ernährungswissenschafterin. Noch eine Möglichkeit, Kalorien einzusparen: die Schokoladenglasur. „Entweder man trägt die Glasur ganz dünn mit einem Pinsel auf oder man verzichtet überhaupt darauf“, regt Bisovsky an. „Stattdessen kann man die Kekse leicht überzuckern oder etwa Lebkuchenherzen mit einer Nuss verzieren.“

Christkindlmarkt
Am Maronistand beherzt zugreifen!

Punschstände, Naschbuden & Co machen das Flanieren über Advent- und Christkindlmärkte nicht nur zu einem Augenschmaus: Wer kann schon beim Anblick von Kartoffelpuffern, Langos, Zuckerwatte und in Schokolade getunkten Früchten widerstehen?
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Für diese herausfordernden Momente hat die Expertin eine ausgezeichnete und überaus gesunde Alternative parat: Maroni. „Sie sättigen sehr gut, weil sie reich an Ballaststoffen sind. Sie punkten außerdem mit B-Vitaminen, Magnesium sowie Kalium und enthalten nur zwei Prozent Fett“, betont sie. „Maroni sind auch eine ideale winterliche Zwischenmahlzeit, wenn man beispielsweise beim Einkaufsbummel hungrig wird.“
In Sachen Getränke warnt Bisovsky vor dem im Advent sehr beliebten Bockbier: „Es enthält mehr Alkohol und damit wesentlich mehr Kalorien als normales helles Bier.“ In Heißgetränken wiederum, in Glühwein, Punsch und vor allem Kinderpunsch, steckt sehr viel Zucker. „Wenn es nicht allzu kalt ist, sollten Kinder lieber gespritzten Apfelsaft trinken.“ Auch Erwachsene tun gut daran, öfter einmal mit einem alkoholfreien Getränk anzustoßen. „Alkohol enthält nicht nur viele Kalorien, sondern macht außerdem hungrig, sodass man verleitet ist, zusätzlich etwas zu essen“, erläutert Bisovsky.

Adventjause daheim
Gesunde Naschereien auf den Tisch!

Sie haben Freunde zur Adventjause eingeladen? Der vorweihnachtliche Besuch bei lieben Verwandten steht ins Haus? Wie lässt sich in geselliger Runde die Kalorienzufuhr im vertretbaren Rahmen halten?
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Neben Keksen könnte man auch leichtere winterliche Köstlichkeiten anbieten: Wie wär’s zum Beispiel mit Maroni oder Bratäpfeln? „Bratäpfel mit Nussfülle und ohne Zuckerguss sind eine sehr gute, gesunde Alternative zu anderen Naschereien“, sagt die Ernährungswissenschafterin.
Bei den Getränken, die man zuhause serviert, hat man die Zubereitung selbst in der Hand – und kann mit Zucker und Alkohol sparsam umgehen. „Ich empfehle, den Punsch entweder mit ungesüßtem Früchtetee im Verhältnis eins zu eins zu verdünnen“, sagt die Expertin. „Oder man wählt gleich eine alkoholfreie Variante, bei der man den Früchtetee mit Gewürzen aufkocht und zum Schluss 100-prozentigen Orangensaft mit Fruchtfleisch dazugibt und – fürs Auge – ein paar Orangenscheiben hineinschneidet.“ Gewürzt mit Zimt, Sternanis und Nelken verbreitet der Trunk, der sich auch vorzüglich für die kleinen Gäste eignet, ein wunderbar weihnachtliches Aroma.

Nikolofeier
Mehr Nüsse und Obst ins Sackerl!

Nikolosackerln sind oft randvoll mit Schokolade, Zuckerln und anderen Naschereien. Tipps für ein ausgewogenes Gabensackerl?
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„Ich empfehle, neben kleinen Spielsachen oder besonderen Stiften gesunde Naschereien mit einem spielerischen Element hineinzupacken, etwa ungeschälte Erdnüsse“, rät Bisovksy. „Da sind die Kinder gefordert, die Nüsse selbst auszupacken. Das macht Spaß und dauert eine Weile, sodass sie nicht verleitet sind, in kurzer Zeit sehr viel zu essen.“
Noch ein Tipp: „Ideal ist auch, so wie man es früher gemacht hat, kindgerechtes Obst hineinzugeben: ganz kleine Äpfel, kleine Clementinen oder Litschis“, regt die Expertin an. Eine gute Alternative zu Schokolade & Co sind Knabbereien wie Trockenfrüchte, die außerdem die Verdauung ankurbeln. „Getrocknete Marillen und getrocknete Apfelringe sind eine gute Naschalternative“, betont die Ernährungsexpertin. „Speziell Apfelringe enthalten zudem nicht soviel Zucker wie getrocknete Datteln und Feigen.“
Und wie steht’s mit dem begehrten Schokonikolo bzw. -krampus? Bisovsky: „Ein kleiner Schokonikolo in der Größe der entsprechenden Kinderhand ist sicher okay, aber Schokolade sollte nicht das Sackerl dominieren.“

Weihnachtsfeier
Clever am Buffet gustieren!

Ein weiterer (kulinarischer) Höhepunkt ist die Firmenweihnachtsfeier: Schon die vielen kleinen Häppchen, die als Vorspeisen kredenzt werden, sind der schlanken Linie alles andere als zuträglich: Mit ein paar Pasteten oder Blätterteigteilchen verdrückt man kalorientechnisch oft schon eine ganze Hauptmahlzeit.
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Doch auch am Buffet lassen sich Kalorienbomben leicht entschärfen. „So greift man etwa besser bei Salat mit Essig-Öl-Dressing zu und lässt den Mayonnaisesalat links liegen“, rät die Expertin. Täschchen aus Strudelteig sind im Gegensatz zu Blätterteiggebäck nahezu fettfrei. Ein Tipp für Suppenfans: „Speziell in Restaurants wird für gebundene Suppen sehr viel Schlagobers verwendet, sodass die Suppe oft schon die Kalorienmenge einer Hauptspeise enthält“, warnt Bisovsky. „Also sollte man klare Suppen, eine Frittaten- oder klare Fischsuppe, bevorzugen.“
Wird als Hauptspeise klassisch ein (sehr fetthältiges) Martinigansl serviert, lassen sich recht einfach Kalorien sparen, ohne dass der Genuss auf der Strecke bleibt. „Ich empfehle, die Haut zum Großteil wegzugeben und nur das herrliche dunkle Fleisch zu essen; viel Blaukraut dazu und zum Knödel nicht mehr als zwei Esslöffel Saft.“
Bei den Desserts macht man einen Bogen um die cremigen und hält sich an die fruchtigen Nachspeisen. „Anstatt zu Mousse au chocolat oder Tiramisu greift man besser zu einem erfrischenden Sorbet oder einem guten, winterlichen Fruchtsalat“, so Bisovsky. Und: Wer mit einem Gläschen Sekt anstatt mit Campari Orange anstößt, tut dies mit nur halb so vielen Kalorien.

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