Problemzone Augen

Mai 2012 | Kosmetik & Pflege

Das hilft gegen dunkle Ringe, hängende Lider & Co
 
Weil unsere Augen immer im Blickpunkt sind, werden die Probleme rundherum als besonders störend empfunden. Was hilft gegen dunkle Ringe, Fältchen, hängende Lider, Schwellungen und Tränensäcke?
 
Von Mag. Sabine Stehrer

Dunkle Ringe

Den einen sind sie schon in die Wiege gelegt, die anderen bekommen sie erst mit zunehmendem Alter: Dunkle Ringe, die sich dann zeigen, wenn das Fettgewebe unter den Augen an Volumen einbüßt. Wenn zudem die Haut mit zunehmendem Alter dünner wird und Gefäße durchschimmern oder die Pigmentierung ausgeprägter wird, wirkt das wie ein optischer Verstärker. „Auch Stress und Gewichtsverlust können die Ringe verstärken“, sagt Dr. Sibylle Wichlas, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, die sich auf ästhetische Dermatologie spezialisiert hat. Die dunklen Schatten unter den Augen sind dann deutlicher zu sehen – und stören natürlich noch mehr.
Wer sich nicht damit abfinden will, kann mit medizinischen Mitteln dagegen ankämpfen, erklärt Wichlas: „Gegen den Volumenverlust des Fettgewebes helfen Injektionen mit Hyaluronsäure.“ Die Wirkung des Mittels hält ein Jahr an, bei manchen sogar länger. Hyaluronsäure-Injektionen können, so die Ärztin, beliebig oft wiederholt werden. Die Injektion sei schmerzfrei, da vor dem Eingriff die Haut an der Einstichstelle mit einer narkotisierenden Salbe betäubt wird.
Gegen durchscheinende Gefäße oder Pigmentierungen helfen Laser-Anwendungen. „Die Pigmentierungen kann man damit aufhellen, die Gefäße veröden, und durch diese Maßnahmen ist eine weitere Verbesserung zu erzielen“, sagt Wichlas. Das sogar auf  Dauer, sofern man der Wiederkehr entsprechend vorbeugt. „Das beste und zugleich einzige Mittel zur Vorbeugung besteht darin, die Haut um die Augen gut vor Sonnenlicht zu schützen.“ Und das erreicht man mit Cremen mit hohem Lichtschutzfaktor und möglichst großen Sonnenbrillen mit gutem UV-Filter.

Fältchen

Immer wenn wir die Augen bewegen, sie zukneifen, blinzeln oder lachen, wird die Haut rundherum bewegt. Und das hinterlässt Spuren: „Aufgrund der Mimik bilden sich mit den Jahren Fältchen“, so Wichlas. Dort, wo die meisten Bewegungen stattfinden, bilden sich Falten. Verstärkt wird das Problem durch die mit den Jahren trockener werdende Haut. Wer auf typgerechte Pflege alleine nicht vertraut, findet ebenfalls ärztliche Hilfe: „Das beste Mittel gegen Fältchen an den Seiten der Augen, die sogenannten Krähenfüße, sind Botox-Injektionen“, sagt Wichlas. Die Substanz stellt über die Lähmung bestimmter Nerven die sensible Zone ruhiger, die Wirkung hält im Schnitt drei bis vier Monate an.
Falten am Unterlid lassen sich nur dann mit Botox zum Verschwinden bringen, wenn die Haut noch jung und straff ist. Wichlas: „Bei älterer, schlafferer Haut ist eine operative Unterlid-Korrektur zielführender.“ Angst vor einer starren Mimik brauche man nicht zu haben, wenn man die Injektionen von einem erfahrenen Arzt durchführen lässt. „Mit der richtigen Dosis und Injektionstechnik ist ein schönes, natürliches Aussehen zu erzielen“, versichert Wichlas.

Hängende Lider

„Hängende Oberlider sind ebenfalls eine Alterserscheinung, die je nach der erblichen Vorbelastung früher oder später auftreten“, sagt Wichlas. „Sie entstehen, wenn die Haut oberhalb der Augen schlaff geworden ist und herunterhängt.“ So bildet sich ein Überhang, wo sich auch Fett ansammeln kann. Das Problem kann so groß werden, dass das Blickfeld eingeschränkt wird. In diesen Fällen wird die Beseitigung sogar von den Krankenkassen bezahlt. Und die läuft so ab: „Unter örtlicher Betäubung wird die überschüssige Haut, eventuell Fett, manchmal auch ein Stück des Lidmuskels entfernt“, erklärt Wichlas. Der Eingriff erfolgt ambulant, danach muss die Region um die Augen einige Wochen lang mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Sind die hängenden Oberlider noch nicht so stark ausgeprägt, kann auch eine Hebung der Augenbrauen helfen. „Diese funktioniert mit Botox-Injektionen“, weiß Wichlas. Der Nachteil der Methode: Botox-Injektionen verlieren schon nach durchschnittlich fünf bis sechs Monaten ihre Wirkung, sie können aber immer wieder wiederholt werden.

Schwellungen

Erschlafft die Haut um die Augen und sammelt sich darin Wasser, dann zeigen sich Schwellungen. Auch sie sind Erscheinungen des Alters. Ob sie früher oder später auftreten, hängt von den Genen ab. Lindern lässt sich das Problem mit einem einfachen Mittel: „Man lässt zwei Beutel mit schwarzem Tee in kochendem Wasser ziehen, anschließend im Kühlschrank gut kühlen und legt sie für fünf bis zehn Minuten auf die geschlossenen Augen“, sagt Wichlas. Auch Lymphdrainagen helfen, nur wird man auch damit das Problem nicht dauerhaft los.
„Wer stark unter Schwellungen um die Augen leidet, sollte einen Spezialisten für ästhetische Dermatologie aufsuchen.“ Bei den einen beseitigen Unterspritzungen das Übel, in dem sie die Haut wieder fester machen. Bei den anderen helfen Laser-Eingriffe. Beide Methoden halten das Problem umso länger fern, je ernster man es mit vorbeugenden Maßnahmen nimmt. Und diese bestehen wiederum im Schutz vor UV-Licht.

Tränensäcke

Sammeln sich Fett und Wasser unter den Augen an, so braut sich ein weiteres Problem zusammen: Tränensäcke. Die Neigung dazu wird einem schon in die Wiege gelegt. Mit dem Alter werden die Säcke dann bedingt durch die Schwerkraft immer ausgeprägter. Wichlas: „Das einzige, was gegen Tränensäcke hilft, ist die operative Entfernung.“ Bei dem Eingriff, der ambulant und unter lokaler Betäubung erfolgt, werden überschüssige Haut und Fett entfernt. Der Erfolg dieses Eingriffs hält für durchschnittlich zehn bis 15 Jahre an.

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Dünne Haut
Etwa einen halben Millimeter dick ist die Haut um die Augen. Damit ist sie viel dünner als die Haut an anderen Körperstellen, und das ist der Grund, warum sie sich besonders schnell verändert bzw. altert. Am dicksten ist unsere Haut übrigens am Rücken, am Po und den Oberschenkeln. Dort misst sie bis zu 2,5 Millimeter.

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