Hannes Rossacher

August 2012 | Prominente & Gesundheit

„Meinem Herzen und meiner Tochter zuliebe lebe ich jetzt gesünder“
 
Man kennt ihn als Filmemacher und Regisseur, der einst als Hälfte des Duos „DoRo“, seit geraumer Zeit aber solo Musikvideos und Dokumentarfilme über Musiker drehte und dreht. Die Namensliste der von ihm Gefilmten liest sich wie das „Who’s who?“ der internationalen Rock- und Popgeschichte, reicht sie doch von den Rolling Stones, Michael Jackson, Queen und David Bowie über Miles Davis, Whitney Houston, Bruce Springsteen und Frank Zappa bis hin zu heimischen Größen wie Falco. Derzeit inszeniert der mehrfach für seine Arbeiten Ausgezeichnete das Musical „My Fair Lady“ für das Musikfestival in seiner Heimatstadt Steyr, begleitet zeitgleich Udo Lindenberg auf dessen Deutschland-Tournee und arbeitet an einem Film. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt der 59-Jährige von den Warnzeichen, die ihn zu einem gesünderen Lebensstil geführt haben, und von seinem Weg zu einer markant erschlankten Statur.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Herr Rossacher, Sie waren zuletzt nicht nur wegen Ihrer Produktionen, sondern auch wegen Ihrer markant erschlankten Statur im Gespräch…

Hannes Rossacher
(lacht) Ja, ich habe über 40 Kilo abgenommen und wiege nun ungefähr so viel wie in meiner Jugend. Das fühlt sich sehr angenehm an – und fällt auf!

Warum haben Sie so viel abgenommen?

Der Hauptgrund war, dass mir meine Ärztin bei der jährlichen Routinekontrolle nach dem Belastungs-EKG gesagt hat, dass sich meine Herzleistung weiter verschlechtert hat, ich diese aber wieder verbessern könnte, indem ich den Herzmuskel trainiere. Etwa zeitgleich sind einige meiner Bekannten mit 60 an Herzproblemen gestorben. Auch das war ein Warnzeichen und für mich der zweite Grund, endlich etwas zu unternehmen. Schließlich möchte ich noch gern lange und bei guter Gesundheit leben, das bin ich auch meiner Tochter schuldig. Sie ist erst 14 geworden und braucht mich noch.

Nun ist das Abnehmen ja nicht so einfach, wie haben Sie es geschafft?
Es war auch für mich nicht einfach, den Weg vom Gedanken bis zur Verwirklichung zu gehen. Das Vorhaben schwelte fast ein ganzes Jahr in mir. Aber vergangenen August hat es dann Klick gemacht, und seither trainiere ich, wenn ich in Wien bin, täglich eine Stunde in einem Fitnessstudio. Dabei radle ich zuerst 15 Minuten am Ergometer und mache dann ein Krafttraining auf instabilem Untergrund, das neben der normalen Muskulatur auch die Tiefenmuskulatur beansprucht. Damit verbrennt man viele Kalorien, und ein gutes Gleichgewichtstraining ist es auch.

Haben Sie auch Ihre Ernährung umgestellt?
Ich verzichte seither auf Kohlenhydrate in Brot und Pasta. Stattdessen esse ich viel Eiweißreiches wie Putenbrust oder Lachs. Dazu gibt es Salate und Nüsse und viel Obst, zum Frühstück immer Grapefruits, weil ich die so gern mag.

Sie sind beruflich sehr viel unterwegs. Ist es da nicht besonders schwierig, sich an einen Speiseplan zu halten oder Sport zu betreiben?

So einfach wie bei Mick Jagger oder Bon Jovi, die ihre Personal Trainer und Leibköche immer dabei haben, ist es für einen Normalverbraucher wie mich natürlich nicht. Aber ein kohlenhydratfreies Essen kann man überall bekommen, und heute gibt es in den meisten Hotels Fitnessräume, wo man rund um die Uhr trainieren kann, also auch dann, wenn man nach einem Drehtag erst sehr spät abends zurückkommt. Da bin ich dann so konsequent, dass ich mich noch auf einen Ergometer setze und mindestens 20 Minuten lang radle, auch wenn ich am nächsten Tag früh aufstehen muss.

Macht Ihnen da das Sporteln noch Spaß?
Ohne Sport würde ich mich unrund fühlen. Wieder unrund, muss ich sagen, weil ich ja früher viel Sport betrieben habe.

Wieso haben Sie dann überhaupt so viel zugenommen?
1979 ist mein Vater an den Folgen des Rauchens gestorben. Deswegen habe ich mit dem Rauchen aufgehört, die Nikotinsucht aber leider durch eine Sucht nach Süßigkeiten und Zucker ersetzt. Und als ich dadurch immer dicker wurde, war mir Sport zu anstrengend. Also wurde ich noch dicker. Dazwischen habe ich wieder abgenommen und so den typischen Jo-Jo-Effekt erlebt.

Und jetzt schließen Sie einen „Rückfall“ aus?
Nein, aber ich hoffe, dass ich nie mehr über die 100-Kilo-Marke komme und bis ins hohe Alter aktiv und selbstbestimmt leben kann. Das ist mir sehr wichtig.

 

Ausgabe 07-08/2012

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