Desirée Treichl-Stürgkh

Februar 2016 | Prominente & Gesundheit

„Ich mache gleich nach dem Aufstehen Yoga oder Pilates“
 
Der Opernball fand heuer zum 60. Mal statt. Das Jubiläum hat sie mit ihrem Team entsprechend gewürdigt. Im Gespräch mit MEDIZIN populär erzählt die 51-Jährige, warum sie ihr Ehrenamt als „Ballmutter“ mittlerweile niedergelegt hat, und wie sie sich fit und gesund hält.
 
Von Mag. Sabine Stehrer

MEDIZIN populär
Frau Treichl-Stürgkh, der Opernball, der heuer bereits zum 60. Mal stattgefunden hat, wurde auf verschiedene Weise gewürdigt. 

Desirée Treichl-Stürgkh
Ja. Zum Beispiel durch die Prägung der ersten Opernball-Münze. Sie hat einen Nominalwert von 20 Euro, auf der Rückseite sieht man Debütanten beim Einzug, auf der Vorderseite ein Debütanten-Paar: Der Debütant gibt der Debütantin einen Handkuss, sie trägt ein Blumensträußchen in der Hand, das rosa eingefärbt ist. Das finde ich sehr außergewöhnlich und sehr süß!

Sie haben den Opernball nun zum neunten und letzten Mal organisiert. Warum haben Sie Ihr Ehrenamt als ‘Ballmutter ’niedergelegt?

Ich möchte mich wieder verstärkt meiner Familie und anderen Aufgaben widmen.

Wenn Sie auf die vergangenen Jahre Ihrer Tätigkeit zurückblicken: Worauf sind Sie besonders stolz?

Besonders stolz bin ich darauf, dass der Opernball an Attraktivität gewonnen hat und sich wieder viel mehr Junge für den Ball interessieren.

Woran liegt das?

Einerseits war das mein Bestreben – ich denke, ich habe den Ball hipper gemacht (lacht). Andererseits legen aber auch die Jungen wieder mehr Wert auf Traditionen, und da steht der Opernball eben dafür. Unter anderem Namen hat es ihn ja auch schon zur Kaiserzeit beziehungsweise zu Sisis Zeiten gegeben. Außerdem verspricht der Opernball Glanz und Glamour, da er immer ein besonderer Treffpunkt der Society war und ist, natürlich auch von Künstlern, Politikern und Menschen aus der Wirtschaft von nationalem und internationalem Rang.

Der Opernball ist auch eine Feier. Soll diese Feier trotz Terror, Kriegen und Krisen stattfinden?

Eine gute Frage … In den vielen Jahren, die es den Opernball schon gibt, hat es immer irgendwo auf der Welt Krisen, Kriege und Terror gegeben, und der Ball ist immer gefeiert worden. Das hat aus meiner Sicht zwei gute Gründe. Der eine: Mit dem Opernball, der ja in alle Welt übertragen wird, können wir ein schönes Zeichen setzen. Der andere: Der Opernball ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, wir setzen jedes Jahr 3,5 Millionen Euro um, daraus entsteht ein großer Gewinn für alle Beteiligten.

Gab es in den vergangenen acht Jahren eine ‘Ballkrise’ im Sinn eines ‘Hoppalas’, von dem Sie erzählen können?

Wenn in der Vorbereitung zum Ball oder am Ball etwas Unvorhergesehenes passiert, das nicht ins Konzept passt, habe ich das in all den Jahren immer noch wiedergutmachen können. Um ein Beispiel zu nennen: Kurz vor der Eröffnung, wo sich ja alle Kameras auch auf die Logen richten, war einmal eine Loge noch nicht besetzt. Die Gäste hatten sich beim Abendessen verzettelt und konnten nicht rechtzeitig kommen. Für die Kameras beziehungsweise im Fernsehen schaut das aber komisch aus, wenn Logen leer sind, also habe ich ein paar andere Leute gebeten, sich so lang in die Loge zu setzen, bis die tatsächlichen Logenmieter kommen, und alle waren zufrieden.

Stressen Sie solche Zwischenfälle?

Grundsätzlich bin ich keine verschreckte Katastrophentante (lacht). Aber mein Adrenalinspiegel steigt in solchen Situationen schon. Und in der Zeit der letzten Vorbereitungen auf den Ball hat es mich fast immer zerrissen, denn neben dem Ehrenamt als Ballmutter hatte und habe ich ja noch drei bis vier Berufe: Als Mutter von drei Buben, Ehefrau, Verlegerin – und für verschiedene Vereine, wie die Krebshilfe, engagiere ich mich auch.

Wie schaffen Sie es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich habe gelernt, mir Zeit für mich selber zu gönnen. Das heißt, abends, wenn ich heimkomme, schaue ich oft nur noch eine Sitcom im Fernsehen, lese ein bisschen, oder ich schlafe gleich ein.

Bleibt Ihnen Zeit für Fitness?

Auch die nehme ich mir. Gleich nach dem Aufstehen mache ich Pilates oder Yoga, das tut mir gut. Ansonsten gehe ich viel zu Fuß. Und im Urlaub fahren wir immer nach Leogang zum Skifahren, Skilanglaufen und Wandern. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass die richtige Ernährung wichtig für die Fitness ist und mich da etwas umgestellt. So schaue ich beispielsweise darauf, dass ich nicht mehr so viel nasche.

Wird es den Opernball auch in 60 Jahren noch geben?

Ja, davon bin ich überzeugt! Es wird ihn geben, so wie es auch das Neujahrskonzert dann immer noch geben wird.

Stand 02/2016

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