Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache
bei Frauen – doch Symptome, Risikofaktoren und Warnsignale werden oft übersehen oder falsch gedeutet.
Von Michaela Neubauer
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer als „Männerproblem“. Ein fataler Irrtum, denn tatsächlich sind sie die häufigste Todesursache bei Frauen. Rund 38 Prozent aller Frauen sterben an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems – mehr als an allen Krebserkrankungen zusammen. Trotzdem ist dieses Risiko weder im Bewusstsein vieler Frauen noch im medizinischen Alltag ausreichend verankert.
„Unbewusst wird bei Frauen häufiger nach anderen Erklärungen gesucht.“
„Frauen beschäftigen sich sehr intensiv mit der Gesundheit anderer – der Kinder, der Partner, der Eltern“, sagt Dr. Karin Hawlisch-
Höfferl, Kardiologin am Zentrum für Innere Medizin ZIM9. „Die eigene Gesundheit rutscht dabei oft ans Ende der Prioritätenliste.“ Hinzu kommt eine gesellschaftliche Prägung. Wer an einen Herzinfarkt denkt, hat sofort ein Bild vor Augen: ein Mann mittleren Alters, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Brust greift. Genau dieses Bild wird seit Jahrzehnten durch Filme, Werbespots und Aufklärungskampagnen reproduziert. Frauen kommen darin kaum vor. „Diese Darstellungen prägen nicht nur Patientinnen, sondern auch medizinisches Personal“, betont Hawlisch-Höfferl. „Unbewusst wird bei Frauen häufiger nach anderen Erklärungen gesucht.“ Diese Fehleinschätzung hat weitreichende Folgen. Frauen nehmen oft später ärztliche Hilfe in Anspruch, weil sie ihre Symptome nicht mit dem Herzen in Verbindung bringen. Gleichzeitig werden ihre Beschwerden im medizinischen Alltag häufiger bagatellisiert oder psychologisiert. Müdigkeit, Atemnot oder Leistungsabfall gelten schnell als Stressfolge, Überforderung oder depressive Verstimmung – insbesondere bei Patientinnen in der Lebensmitte.
„In der Kardiologie wurden Geschlechts-unterschiede bei der Festlegung von Normwerten oft nicht berücksichtigt.“
Risiko wächst über Jahre
Auch OÄ Dr. Regina Steringer-Mascherbauer, Leiterin des Referenzzentrums für Pulmonale Hypertension und der Kardialen Magnetresonanztomographie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen, sieht hier ein strukturelles Problem: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Wahrnehmung vieler Frauen nicht präsent. Die meisten glauben, sie würden eher an Brustkrebs oder einer anderen Krebserkrankung sterben.“ Tatsächlich jedoch zeigt die Statistik ein anderes Bild – eines, das dringend stärker kommuniziert werden müsste.
Ein weiterer Grund für die späte Diagnose liegt im zeitlichen Verlauf vieler Herzkrankheiten bei Frauen. Während Männer oft bereits in jüngeren Jahren dramatische, akute Ereignisse erleben, entwickeln sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen häufig schleichend. Bis zur Menopause profitieren Frauen von einem biologischen Vorteil, denn Östrogene wirken auf vielfältige Weise günstig auf Gefäße, Stoffwechsel und Herzfunktion. Doch bereits in der Perimenopause beginnen sich hormonelle Schwankungen bemerkbar zu machen, die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben können. Blutdruckwerte steigen, der Fettstoffwechsel verändert sich, das sogenannte „gute“ HDL-Cholesterin sinkt, während das LDL-Cholesterin zunimmt. „Viele Frauen nehmen in dieser Phase zu, schlafen schlechter und sind stärker belastet“, sagt Steringer-Mascherbauer. „Diese Faktoren wirken zusätzlich auf das Herz ein.“ Gewichtszunahme und Bewegungsmangel verstärken die hormonellen Effekte – ein Zusammenspiel, das das Risiko weiter erhöht. Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird: Die Menopause kann auch frühzeitig oder abrupt eintreten. Frauen, die aufgrund einer Krebserkrankung Chemotherapien erhalten oder deren Eierstöcke operativ entfernt werden, verlieren den hormonellen Schutz schlagartig. „Diese Patientinnen haben ein deutlich erhöhtes Herzrisiko – oft schon in jungen Jahren“, erklärt Steringer-Mascherbauer. Besonders wichtig ist auch der Blick auf Schwangerschaftskomplikationen als Frühwarnzeichen. Präeklampsie, Gestationsdiabetes oder Frühgeburten gelten heute als Marker für ein erhöhtes späteres Herzrisiko. „Diese Ereignisse hinterlassen Spuren im Gefäßsystem. Sie gehören unbedingt in die kardiologische Anamnese“, warnt Steringer-Mascherbauer.
Kein kleines Männerherz
Einer der größten Denkfehler in der Kardiologie war lange Zeit die Annahme, das Frauenherz sei lediglich eine kleinere Version des Männerherzens. Diese Vorstellung ist heute klar widerlegt. „Das Frauenherz unterscheidet sich nicht nur in der Größe, sondern auch in seiner Struktur, seiner Funktion und seiner elektrischen Aktivität“, bringt es Steringer-Mascherbauer auf den Punkt. Bis zur Pubertät entwickeln sich männliche und weibliche Herzen nahezu ident. Erst mit dem Einsetzen der Geschlechtshormone beginnen sich deutliche Unterschiede herauszubilden. Unter dem Einfluss von Testosteron wächst das Männerherz stärker, wird schwerer und kräftiger. Das Frauenherz hingegen bleibt insgesamt kleiner. Der Größenunterschied beträgt im Schnitt rund 25 Prozent. Darüber hinaus gibt es klare morphologische Unterschiede. So ist die Herzmuskeldicke beim Mann etwa einen Millimeter stärker. Auch das Volumen der Herzkammern ist beim Mann größer. Diese anatomischen Unterschiede haben unmittelbare funktionelle Konsequenzen. Während das Männerherz mit jedem Schlag mehr Blut auswirft, ist die Auswurffraktion pro Herzschlag bei Frauen geringer. Der Körper benötigt jedoch unabhängig vom Geschlecht dieselbe Menge an Sauerstoff und Nährstoffen. „Um diesen Bedarf zu decken, schlägt das weibliche Herz etwa fünf Mal pro Minute häufiger als das männliche“, erklärt Steringer-Mascherbauer. Diese höhere Grundfrequenz ist von der Pubertät an gegeben – und muss bei Diagnostik und Therapie berücksichtigt werden. Ein weiterer, oft unterschätzter Unterschied betrifft die elektrische Aktivität des Herzens. Die sogenannten EKG-Zeiten, insbesondere die QT-Zeit, werden stark durch Hormone beeinflusst. „Testosteron wirkt protektiv gegenüber gefährlichen Herzrhythmusstörungen“, erklärt Ärztin Steringer-Mascherbauer. „Weibliche Hormone hingegen können diese begünstigen.“
Gefäße im Blick
Die QT-Zeit beschreibt jenen Abschnitt im EKG, in dem sich der Herzmuskel nach einer Kontraktion elektrisch erholt. Diese Phase ist bei Frauen von Natur aus verlängert. Das hat Konsequenzen: Medikamente, die ebenfalls Einfluss auf die QT-Zeit nehmen – darunter bestimmte Antibiotika, Psychopharmaka oder Herzmedikamente – können bei Frauen deutlich häufiger gefährliche Rhythmusstörungen auslösen. Auch auf Ebene der Gefäße zeigt sich ein Unterschied. Das weibliche Herz weist eine größere Anzahl von Kapillaren auf, der den Herzmuskel versorgende Gefäßbaum ist feiner verzweigt. Diese Mikrogefäße versorgen den Herzmuskel in der Tiefe – sind aber mit klassischen Methoden schwer zu untersuchen. „Die Kardiologie hat sich jahrzehntelang auf die großen Herzkranzgefäße konzentriert“, erklärt Steringer-Mascherbauer. „Diese epikardialen Gefäße sind beim Mann häufiger betroffen.“ Bei Frauen hingegen spielen Erkrankungen der kleinen Gefäße eine wesentlich größere Rolle. Ein zentrales Beispiel dafür ist der sogenannte MINOCA-Infarkt. Dabei kommt es zu einem Herzinfarkt, obwohl die großen Herzkranzgefäße im Herzkatheter unauffällig erscheinen. „Früher hieß es dann oft: Die Gefäße sind sauber, also kann es kein Infarkt gewesen sein“, so Steringer-Mascherbauer. Heute weiß man, dass in diesem Fall oft die kleinen, feinen Gefäße im Herzmuskel betroffen sind. Auch in der Bildgebung werden diese Unterschiede zunehmend relevant. Die kardiale Magnetresonanztomographie ermöglicht es, Herzmuskeldicke, Auswurffraktion und Gewebestruktur sehr präzise zu beurteilen. „Gerade bei Frauen liefert die MRT wichtige Zusatzinformationen“, sagt die Medizinerin. „Sie ist dem Ultraschall in manchen Fragestellungen überlegen.“ Dennoch bedeutet das nicht, dass jede Frau automatisch eine MRT-Untersuchung benötigt. Entscheidend ist die individuelle Fragestellung. „In der Medizin arbeiten wir häufig mit Normwerten – Abweichungen von diesen Normwerten können Anhaltspunkte und wichtige Hinweise für die Diagnose darstellen. Jedoch wurden bisher im kardiologischen Bereich oft Geschlechtsunterschiede bei der Festlegung von Normwerten – beispielsweise von Herzmuskeldicke, Auswurfvolumen und Herzdimensionen nicht berücksichtigt. Das heißt, die Grenzwerte bei der Definition von Erkrankungen sind noch häufig männlich geprägt. Konkret bedeutet das, dass beim selben numerischen Wert Frauen schon fortgeschrittener erkrankt sind“, betont sie.
Starke Belastung
Herzprobleme bei Frauen kündigen sich häufig anders an als bei Männern. Während der klassische, plötzlich einsetzende Brustschmerz zwar auch bei Frauen vorkommt, steht er bei weitem nicht immer im Vordergrund. „Typische Symptome bei Frauen sind ein diffuses Druck- oder Engegefühl im Brustkorb, Atemnot, Übelkeit, Schwindel, kalter Schweiß oder eine ausgeprägte Erschöpfung. Auch Schmerzen im Oberbauch, im Rücken, im Nacken oder im Kiefer können Hinweise auf eine Durchblutungsstörung des Herzens geben“, sagt Ärztin Karin Hawlisch-Höfferl. Viele Frauen berichten über einen plötzlichen Leistungsabfall: Treppensteigen fällt schwerer, Alltagswege werden anstrengender. Interessanterweise vermuten viele Patientinnen zunächst hormonelle Ursachen, häufig die Schilddrüse, als Grund für ihre Beschwerden. „Die Schilddrüse ist es aber fast nie“, erklärt Hawlisch-Höfferl. Insbesondere nach der Pandemie wurden viele unspezifische Symptome mit Long-Covid in Verbindung gebracht, sagt die Medizinerin: „Wir haben aber durchaus Frauen gefunden, bei denen Müdigkeit und Erschöpfung gar nichts mit einer neurologischen Long-Covid-Erkrankung zu tun hatten, sondern eine Herzinsuffizienz die Ursache war.“ Auch Depression, Burnout oder Stress werden rasch als Erklärung herangezogen – manchmal zurecht, oft aber zu früh. „Das eine schließt das andere nicht aus“, betont Hawlisch-Höfferl. „Eine Frau kann psychisch belastet sein und gleichzeitig eine ernsthafte Herzerkrankung haben.“ Frauen tragen häufig eine doppelte oder dreifache Verantwortung – Beruf, Familie, Pflege, emotionale Arbeit. Diese chronische Überforderung wirkt sich direkt auf das Herz-Kreislauf-System aus. Eine Erkrankung, die fast ausschließlich Frauen betrifft und häufig durch starke emotionale Belastungen wie einen Todesfall oder eine Trennung ausgelöst wird, ist das Takotsubo-Syndrom, auch bekannt als Broken-Heart-Syndrom. Innerhalb kürzester Zeit kommt es zu einer akuten Herzschwäche, die sich wie ein Herzinfarkt präsentiert – mit Brustschmerzen, Atemnot und dramatischen EKG-Veränderungen. „Das ist kein psychisches Problem, sondern eine ernsthafte, körperliche Erkrankung“, so Hawlisch-Höfferl. Zwar ist sie in vielen Fällen reversibel, doch die Akutphase kann lebensbedrohlich sein und gehört unbedingt stationär behandelt.
Neue Chancen
Die gute Nachricht: In der Kardiologie hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan. Neue Medikamente, verbesserte Bildgebung, individualisierte Therapien und moderne Herzgeräte eröffnen heute Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren. Die weniger gute Nachricht: Frauen profitieren davon bislang nicht in dem Ausmaß, das medizinisch möglich wäre. „Nicht, weil die Therapien bei Frauen schlechter wirken – sondern weil sie ihnen zu selten angeboten werden“, sagt Hawlisch-Höfferl. Besonders deutlich zeigt sich das bei Gerätetherapien wie Herzschrittmachern oder implantierbaren Defibrillatoren. Frauen erhalten diese Eingriffe seltener als Männer, obwohl sie die gleichen oder sogar klarere Indikationen haben. „Das ist ein bekanntes Phänomen“, erklärt Hawlisch-Höfferl. „Frauen sind oft zurückhaltender, stellen mehr Fragen, wägen länger ab – und werden im medizinischen System dann manchmal als ‚weniger dringend‘ wahrgenommen.“ Dabei zeigen Studien ein klares Bild: Wenn Frauen die richtige Therapie erhalten, sprechen sie häufig besser darauf an als Männer. Das gilt insbesondere für moderne Schrittmachersysteme, die näher an der natürlichen elektrischen Erregungsleitung des Herzens arbeiten. „Wir sehen Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit, in Laborwerten und in der Lebensqualität“, so Hawlisch-Höfferl. Auch bei medikamentösen Therapien ist Präzision entscheidend. Frauen reagieren teilweise anders auf Wirkstoffe, haben ein anderes Nebenwirkungsprofil und benötigen manchmal angepasste Dosierungen. „Das bedeutet nicht, dass Frauen ‚schwieriger‘ zu behandeln sind“, betont Regina Steringer-Mascherbauer. „Es bedeutet, dass wir genauer hinschauen müssen.“
Wann Frauen handeln sollten
Ein wichtiger Punkt ist die frühe ärztliche Abklärung. Sobald Symptome bestehen bleiben oder sich verschlechtern, sollte der Weg zur Hausärztin, zum Hausarzt oder direkt zur Kardiologin, zum Kardiologen erfolgen. „Time is muscle“, erinnert Steringer-Mascherbauer – jede Minute zählt bei akuten Herzereignissen. Eine rechtzeitige Diagnose kann Leben retten und langfristige Schäden verhindern. Die Diagnostik umfasst mehrere Ebenen: eine ausführliche Anamnese, EKG, Blutwerte wie Troponin, Herzultraschall und, bei Bedarf, weiterführende bildgebende Verfahren. Praktische Hinweise für den Alltag sind ebenso entscheidend: regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Kontrolle von Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker, gesunde Ernährung, Stressmanagement und Bewegung. „Die Empfehlung von 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche klingt einfach – ist aber für viele Frauen schwer umsetzbar. Nicht aus mangelnder Motivation, sondern aus Zeitmangel“, betont Hawlisch-Höfferl. Der Schlüssel liege darin, Bewegung realistisch in den Alltag zu integrieren: zu Fuß Wege erledigen, kurze Trainingseinheiten, die Treppe anstelle des Aufzugs nehmen. Studien zeigen, dass Frauen schon mit geringerem Trainingsumfang deutlich profitieren. „Frauen gewinnen mit weniger Aufwand mehr gesunde Lebensjahre“, sagt Hawlisch-Höfferl. Ein biologischer Vorteil, der jedoch nur wirkt, wenn Frauen sich diese Zeit zugestehen. Auch die mentale Gesundheit, ausreichend Schlaf und Entspannungsstrategien dürfen nicht vernachlässigt werden. „Wir müssen Frauen vermitteln, dass Selbstfürsorge ein lebenswichtiger Schutzfaktor ist“, betont auch Steringer-Mascherbauer. Nicht zuletzt sollte jede Frau wissen, wann es akut ist: plötzliche Brustschmerzen, starke Atemnot, akute Schwäche oder Schwindel erfordern sofortige medizinische Hilfe über den Notruf. Für schleichende Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Wasseransammlungen oder Leistungseinbußen gilt: zügig kardiologisch abklären lassen.
Frauenherzgesundheit im Fokus
GoRed Austria ist eine österreichweite Informations- und
Aufklärungskampagne zur Stärkung der Frauen-Herzgesundheit, die sich für mehr Bewusstsein, geschlechtersensible Diagnostik und verbesserte Prävention einsetzt. Sie richtet sich an Gesundheitsberufe wie Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Rettungsdienste und Leitstellen, Pflegekräfte, aber auch an Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördern wollen, und an Laien, Patientinnen und Patienten sowie Patientenorganisationen.
Am Aktionstag, dem 6. Februar 2026, werden Frauen und Männer eingeladen, als Zeichen der Solidarität ein Foto mit roten Kleidungsstücken oder rotem Accessoire auf ihren Social-Media-Profilen hochzuladen.
Die Schirmherrschaft der Kampagne GoRed Austria übernimmt der Österreichische Herzfonds. Unterstützer sind unter anderem die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, das SVS Gesundheitszentrum für Selbständige, Siemens Healthineers, Bayer, Astra Zeneca, Johnson & Johnson MedTech, Medtronic und MSD.
Informationen: www.gored.at
Fotos: ulli engleder, Istockphoto/elenabs, istockphoto/Jong-eun Kim, GoRed Austria/Kristina Kircher