Warzen gehören zu den häufigsten Hautproblemen der Bevölkerung – und gerade im Sommer, wenn Barfußgehen, Schwimmbäder und Sportplätze Hochsaison haben, steigt das Ansteckungsrisiko.
Präsident der
Apothekerkammer Niederösterreich
Die meisten Warzen werden durch Humane Papillomaviren (HPV) verursacht: von gewöhnlichen Warzen an Händen und Fingern über schmerzhafte Dornwarzen an den Fußsohlen bis hin zu Feigwarzen im Genital- und Analbereich. Nicht alle Hautveränderungen, die umgangssprachlich als Warzen bezeichnet werden, gehen allerdings auf HPV zurück. Alterswarzen etwa sind genetisch bedingt, Dellwarzen werden durch eine Infektion mit dem Molluscipoxvirus verursacht.
Viele Warzen an Händen und Füßen lassen sich gut selbst behandeln. In Apotheken stehen dafür Tinkturen mit Ameisen-, Essig-, Salicyl- oder Milchsäure, spezielle Pflaster oder Produkte zur Vereisung zur Verfügung. Manche Apotheken stellen auch individuell abgestimmte Warzentinkturen her. Wichtig sind Geduld und Konsequenz, denn die Behandlung dauert oft mehrere Wochen.
Warzen im Gesicht oder Feigwarzen sollten hingegen immer ärztlich abgeklärt werden. Hier kommen häufig verschreibungspflichtige Medikamente oder dermatologische Eingriffe zum Einsatz. Ein oft unterschätzter Faktor zum Schutz vor Feigwarzen ist die HPV-Impfung. Diese verhindert nicht nur HPV-bedingte Krebsarten, sondern schützt auch vor den HPV-Typen 6 und 11, die für rund 90 Prozent aller Feigwarzen verantwortlich sind.
Warzen sind meist harmlos, sollten aber nicht unterschätzt werden. Eine frühzeitige Behandlung und die richtige Beratung in der Apotheke helfen, die Haut gesund durch den Sommer zu bringen.
Fotos: fotostudio wilke, istockphoto/ttsz
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