Erstmals werden rund 540.000 Wienerinnen und Wiener zwischen 45 und 75 Jahren systematisch eingeladen, an einer Darmkrebsvorsorge teilzunehmen. Angeboten werden eine Vorsorgekoloskopie oder ein kostenloser FIT-Stuhltest für zu Hause.
Der FIT-Test ist ein niederschwelliger und bewährter Einstieg in die Darmkrebs-Früherkennung. Er weist nicht sichtbares Blut im Stuhl nach und kann dadurch Hinweise auf Polypen oder Tumore geben. Die Koloskopie bleibt weiterhin der Goldstandard der Vorsorge, weil dabei Polypen entdeckt und unmittelbar entfernt werden können. Krebshilfe und ÖGGH unterscheiden daher klar: Koloskopie ist Vorsorge, FIT ist Früherkennung.
Nächste Generation, klinisch validiert
Gleichzeitig entwickelt sich die Diagnostik weiter. Moderne blutbasierte DNA-Tests analysieren nicht Blut im Stuhl, sondern tumorassoziierte Signaturen im Blut. ColonAiQ® ist ein solcher Multi-Gen-DNA-Methylierungstest. In der klinischen Validierung zeigte ColonAiQ® eine hohe Sensitivität für Darmkrebs und insbesondere eine deutlich höhere Detektionsrate im frühen Stadium I als FIT. Ein wesentlicher Vorteil liegt dabei in der einfachen Integration in bestehende Vorsorgeabläufe: Für ColonAiQ® ist keine separate Untersuchung notwendig. Der Test kann im Rahmen einer regulären Blutabnahme durchgeführt werden, beispielsweise bei einer Vorsorgeuntersuchung oder einem Routine-Labortermin. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das oft lediglich ein zusätzliches Röhrchen Blut, ohne Stuhlprobe und ohne vorbereitende Maßnahmen.
„Wir sollten FIT nicht gegen neue Tests ausspielen. Erfolgreiche Darmkrebsvorsorge braucht mehrere Zugänge: Koloskopie für Menschen, die maximale Vorsorge wollen; FIT als breites öffentliches Screening; und moderne DNA-Bluttests für jene, die eine möglichst präzise, einfache und nicht-invasive Untersuchung wünschen oder eine Koloskopie bisher aufgeschoben haben“, sagt Dr. Günther Malek, Gründer von Trignostics.
Bluttests rücken weltweit in den Fokus
Auch internationale Entwicklungen zeigen: Blutbasierte Tests werden als zusätzliche Screening-Option intensiv erforscht und teilweise bereits regulatorisch bewertet. Fachgesellschaften betonen jedoch, dass Bluttests etablierte Verfahren nicht ersetzen, sondern vor allem Menschen erreichen können, die sonst gar nicht teilnehmen würden.
Zukunft ist personalisiert und patientenfreundlich
„Wien schließt mit dem neuen Screeningprogramm eine Lücke, die viele europäische Länder bereits früher geschlossen haben. Jetzt sollte man nicht bei der ersten Generation nicht-invasiver Tests stehen bleiben. Der eigentliche Fortschritt liegt darin, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Wer keine Koloskopie macht, braucht ein anderes Angebot. Wer keinen Stuhltest machen will, vielleicht einen Bluttest. Mit modernen Bluttests wie ColonAiQ® kann Darmkrebs-Früherkennung sogar im Rahmen einer regulären Blutabnahme erfolgen, häufig genügt dafür ein zusätzliches Röhrchen Blut. Entscheidend ist: Nicht warten, bis Darmkrebs Symptome macht“, sagt Malek.
ColonAiQ® auf einen Blick
- Nicht-invasiver DNA-Bluttest zur Darmkrebs-Früherkennung
- Analyse tumorassoziierter DNA-Methylierungsmuster im Blut
- Durchführung im Rahmen einer regulären Blutabnahme möglich – häufig genügt ein zusätzliches Röhrchen Blut
- Keine Stuhlprobe, keine Vorbereitung, kein zusätzlicher Untersuchungstermin erforderlich
- In Österreich über Trignostics sowie Partnerärztinnen, Partnerärzte und Partnerlabore verfügbar
- Ergänzung zu bestehenden Vorsorgeangeboten, kein Ersatz für eine Abklärungskoloskopie bei auffälligem Befund
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Fotos: istock/arcady_31