Schnarchen kann zur Belastungsprobe werden – für die Betroffenen selbst, vor allem aber für jene, die daneben schlafen. Die Ursachen sind vielfältig: Häufig ist die Nase durch eine Erkältung oder Allergie verstopft, manchmal spielen auch Rückenlage, Übergewicht, Rauchen, Alkohol oder bestimmte Schlafmittel eine Rolle.
Präsident der
Apothekerkammer Niederösterreich
Wer etwas gegen das nächtliche „Sägen“ unternehmen will, ist in der Apotheke gut aufgehoben. Im persönlichen Gespräch klären wir, wann das Schnarchen auftritt, ob die Nasenatmung beeinträchtigt ist und welches Hilfsmittel sinnvoll sein könnte. Meerwasser-Nasensprays befeuchten die Schleimhäute und erleichtern bei trockener oder verschnupfter Nase die Atmung. Abschwellende Nasensprays können bei einem akuten Schnupfen kurzfristig helfen, dürfen aber nicht länger als wenige Tage verwendet werden.
Auch Nasenstrips oder kleine Nasendilatatoren können helfen, die Nasenöffnung zu erweitern. Wer vor allem in Rückenlage schnarcht, kann spezielle Pölster oder Positionierungshilfen ausprobieren. Anti-Schnarch-Schienen verlagern den Unterkiefer leicht nach vorne und halten dadurch die Atemwege offener. Ob eine solche Schiene infrage kommt, sollte jedoch fachlich abgeklärt werden; individuell angepasste Modelle werden in der Zahnarztpraxis angefertigt.
Kommt es zu Atemaussetzern, nächtlichem Luftschnappen, morgendlichen Kopfschmerzen oder starker Müdigkeit am Tag, kann eine Schlafapnoe dahinterstecken. Dann ist eine ärztliche Abklärung notwendig. Sprechen Sie uns an: Wir suchen gemeinsam nach möglichen Auslösern und helfen Ihnen, das passende Produkt richtig anzuwenden – damit Sie und Ihre Liebsten wieder ruhiger schlafen können.
Fotos: fotostudio wilke, istockphoto/bsd studio
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