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RSV-Impfung reduziert Krankenhaus-aufenthalte

Die seit Ende 2024 kostenlose Impfung von Neugeborenen gegen RSV zeigt Wirkung: Die Hospitalisierungen von Kindern bis zwei Jahren mit dem Virus konnten rund um die Hälfte reduziert werden.

Von Oktober bis März auf die Welt kommende Kinder erhalten die Immunisierung diese Saison wieder auf der Geburtenstation, heuer seit April geborene Babys ab Oktober bei ihrem Kinderarzt. Verglichen mit der Saison 2023/24 gab es in Österreich 2025/26 bei Babys bis zu zwölf Monaten 74 Prozent weniger Spitalsaufnahmen mit RSV.

Bei 13 bis 24 Monate alten Kindern waren es minus 21 Prozent, erläuterte Paulke-Korinek, Leiterin der Abteilung Impfwesen im Ministerium. Das sind insgesamt 1.740 Spitalsaufnahmen weniger als in der RSV-Saison zwei Jahre zuvor.

Hohe Akzeptanz auf Geburtenstationen

Die Beteiligung an der Impfung auf den Geburtenstationen liege je nach Krankenhaus und Bundesland bei 75 bis 90 Prozent. Bei den niedergelassenen Kinderärzten sei die Beteiligung der von April bis September geborenen Kinder mit 50 bis 65 Prozent noch nicht zufriedenstellend.

Manche impfkritische Eltern lassen sich überzeugen, wenn ihnen erklärt wird, dass es sich nicht um eine klassische Impfung handelt, sondern um eine passive Immunisierung mit Antikörpern. Der Schutz ist dadurch sofort nach der Verabreichung gegeben.

In weiterer Folge kommen fast alle Kinder in den ersten zwei Lebensjahren mit RSV in Berührung und entwickeln so zusätzlich eine natürliche Immunität. RSV kann vor allem bei den Jüngsten eine Bronchiolitis – eine Entzündung der kleineren Atemwege – verursachen. Schwere Atemnot und eine nötige Atemunterstützung im Krankenhaus, bis hin zu einer Beatmung, sind möglich.

Kein „banaler Infekt“

Todesfälle sind selten, die Spitalsaufenthalte dauern aber in der Regel fünf bis zehn Tage. Eine Atemwegsinfektion könne sich in wenigen Stunden zu einer schweren Bronchiolitis entwickeln. Die Belastungsspitzen mit teilweise über 100 Prozent Bettenbelag auf Kinderstationen im Jänner und Februar seien durch die Immunisierung jedenfalls deutlich zurückgegangen.

Weiterhin möglich ist auch eine Impfung gegen RSV der werdenden Mutter gegen Ende der Schwangerschaft. Danach bilden sich Antikörper, die über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden und das Kind so ab dem ersten Atemzug schützen. Das ist aber nur sinnvoll, wenn das Kind in der RSV-Saison geboren wird.


Fotocredit: APA/dpa

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