Genuss bis zum Schluss

Januar 2022 | Ernährung & Genuss

Wie sich Lebensmittel mit guter Einkaufsplanung, richtiger Lagerung und kreativen Kochideen optimal einsetzen und vor dem Mistkübel retten lassen.
 
– Von Mag.a Natascha Gazzari

Das Brot ist ausgetrocknet, die Bananen erinnern farblich schon eher an Schokobananen und im Kühlschrank stapeln sich Wurst- und Käsepackungen, die eigentlich für die Sonntagsjause mit den Verwandten geplant gewesen wären. Und was fristet da noch in den hinteren Reihen des Kühlschranks ein trauriges Dasein? Abgelaufenes Joghurt, Sauerrahm und offene Gurkerl.

„Ab in den Müll“ lautet dann allzu oft die Devise und so landen geschätzt allein in Österreich jährlich fast eine Million Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Mistkübel – 179 Kilogramm pro Kopf, was sich auch im Haushaltsbudget bemerkbar macht.

Zu krumm, zu klein, zu fleckig

„Lebensmittelverschwendung beginnt schon am Feld, weil zum Beispiel eine Kartoffel zu klein, ein Apfel fleckig oder eine Karotte krumm ist und dann zwar nicht deren Genießbarkeit, jedoch die Verkäuflichkeit beeinträchtigt ist“, erklärt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschaftlerin bei DIE UMWELTBERATUNG.

Nie ohne Einkaufszettel

„Im Haushalt ist der Hauptgrund, dass einfach zu viel gekauft wird und es oft zu wenig Zeit zum Kochen gibt.“ Um Fehlkäufe zu vermeiden, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerinie zum guten alten Einkaufszettel zu greifen, sei es auf Papier oder am Handy. Wer vor dem Weg in den Supermarkt seine Vorräte kontrolliert, Fehlendes notiert und sich Gedanken über den Speiseplan der nächsten Tage macht, spart Geld und Zeit und vermeidet die Verschwendung kostbarer Lebensmittel.

Ist das noch gut?

„Die Menschen sind viel vorsichtiger im Umgang mit der Haltbarkeit von Lebensmitteln geworden, obwohl Lebensmittel noch nie so sicher waren wie heute“, berichtet die Tiroler Ernährungsexpertin Mag.a Angelika Kirchmaier, MMSc. „Mindestens haltbar bis …“ heißt, dass der Hersteller garantiert, dass ein Lebensmittel ungeöffnet und bei richtiger Lagerung mindestens bis zu diesem Datum alle Eigenschaften wie Geruch, Geschmack und Nährwert behält. „Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Richtwert, die meisten Lebensmittel sind auch lange danach noch genießbar“, relativiert Ernährungswissenschaftlerin Knieli und rät, sich nicht ausschließlich am MHD zu orientieren, sondern sich auf seine Sinne zu verlassen.

Wussten Sie, dass …?

… man sogar Nüsse, Eiklar und Milch einfrieren und somit über Monate konservieren kann?
… alte Marmeladengläser eine nachhaltige Alternative zu Gefrierbeuteln sind? Um beim Gefrieren ein Zerspringen der Gläser zu vermeiden, sollten sie nur zu gut dreiviertel angefüllt werden. Bei flüssigen oder halbflüssigen Lebensmitteln wird der Deckel nur lose aufgelegt und erst nach dem Gefrieren (am nächsten Tag) fest verschlossen.
… Tomaten bei Lagerung im Kühlschrank an Aroma verlieren, dieses aber wiedergewinnen, wenn man sie ein paar Stunden bei Zimmertemperatur „akklimatisieren“ lässt, und Obst wie Bananen oder Marillen, braune Stellen bekommt?

 

Wie Sie Lebensmittel am besten lagern, Restln kreativ verwerten bzw. erkennen, was nicht mehr gut ist, erfahren Sie in MEDIZIN populär, Ausgabe 1/2022.

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Stand 1/2022

 

 

 

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