Wenn die Muskelmasse mit dem Älterwerden langsam, aber sicher zurückgeht, hat das weitreichende Auswirkungen. Erfahren Sie, welche Strategien die Wissenschaft empfiehlt.
„Unsere Muskeln sind nicht nur für das äußere Erscheinungsbild wichtig, sondern haben eine tragende Rolle für unseren Gesundheitszustand.“
Sarkopenie (also der altersbedingte Muskelabbau) verläuft meist unbemerkt. Er beginnt bereits mit 30, ab 50 beträgt der Verlust an Muskelmasse bereits ein Prozent pro Jahr. Es ist ein schleichender Prozess, der zwar keine Schmerzen bereitet, aber dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Denn trainierte Muskeln sind nicht nur dazu da, eine gute Figur zu machen. Sportmedizinerinnen und -mediziner sowie Kardiologinnen und Kardiologen vertreten heute stattdessen die Ansicht, dass fitte Muskeln uns gesund halten und vor vielen Krankheiten schützen:
Diabetes Typ 2
Unsere Muskeln sind neben der Leber der einzige Glykogenspeicher im Körper. Beim Muskelabbau im Alter fehlen diese Speicher – denn eine Muskelfaser, die es nicht mehr gibt, kann schließlich auch nichts mehr speichern. Daher kann mit dem Älterwerden plötzlich mehr Zucker im Blut zirkulieren, auch wenn man nichts an seiner Ernährung verändert hat. Die mögliche Folge: Diabetes. Gut trainierte Muskeln beugen dem vor.
Arteriosklerose und Hypertonie (Bluthochdruck)
Generell führt eine geringere Muskelmasse zu einem schlechteren Stoffwechsel, wodurch es zu Fetteinlagerungen in der Blutbahn und entzündlichen Vorgängen kommen kann – den Wegbereitern für erhöhte Cholesterinwerte, Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und letztendlich Bluthochdruck. Wer ausreichend Muskelmasse hat, unterstützt den Fettstoffwechsel und reduziert das Risiko.
Muskelmasse erhalten – so geht’s
Von nichts kommt nichts – so ehrlich muss man sein. Körperliche Betätigung, insbesondere kräftigende Übungen, sind essenziell, um die Muskulatur zu erhalten. Ein zweiter unentbehrlicher Baustein ist aber die richtige Nährstoff-Versorgung. Im Fokus der Forschung steht hier seit Jahren ein
spezieller Wirkstoff: Kreatin.
Wie hilft Kreatin?
Kreatin spielt eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung der Muskeln. Ist ausreichend davon vorhanden, schafft man beim Training mehr Wiederholungen, was den Muskelaufbau unterstützt. Interessant ist, dass der Körper Kreatin selbst produziert – im höheren Alter jedoch oft nicht mehr in ausreichender Menge. Studien zeigen, dass eine tägliche Zufuhr von etwa drei Gramm dieses Defizit ausgleichen kann und dabei als sicher sowie gut verträglich gilt. Auch das Deutsche Ärzteblatt bestätigt dies und empfiehlt Kreatin auf Basis der Studienlage insbesondere für Männer und Frauen über 55 Jahre.
Magnesium nicht vergessen!
Wichtig zu wissen: Damit Kreatin im Muskel wirken kann, braucht der Körper Magnesium. Dieses aktiviert die Enzyme, die Kreatin in den Muskelzellen überhaupt erst nutzbar machen. Die Kombination aus Krafttraining, Kreatin und Magnesium gilt daher als besonders effektiv, um den Muskelabbau zu bremsen und die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
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